Lastenräder Rotomolding-Laufräder verhindern Ausfälle auf der letzten Meile

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Lebensmittellieferungen mit Cargobikes bis vor die Haustür sind der letzte Schrei. Robuste Laufräder, die im Rotationsguss in einem Stück aus Kunststoff gefertigt werden, verhindern Lieferausfälle und teure Reparaturen.

Neue Laufräder von Igus reduzieren den Wartungsaufwand im urbanen Lieferverkehr – auch noch nach 10.000 Kilometern Schlaglochfahrt.(Bild:  Igus)
Neue Laufräder von Igus reduzieren den Wartungsaufwand im urbanen Lieferverkehr – auch noch nach 10.000 Kilometern Schlaglochfahrt.
(Bild: Igus)

Häufig sind bei Lastenrädern die Laufräder ihre Achillesferse, weil sie am Ende weit höher belastet sind als bei „normalen“ Rädern. Immer wieder kommt es zu Defekten, die Lieferausfälle und teure Reparaturkosten bedeuten und die Wirtschaftlichkeit auf der letzten Meile beeinträchtigen. Igus legt dafür jetzt eine Lösung vor: robustere Laufräder, die im Rotationsguss in einem Stück aus Kunststoff gefertigt werden. Der Kölner Kunststoffspezialist hat in den vergangenen Jahren Erfahrungen aus seinem „igus:bike“ gesammelt – einem Fahrrad, das zu über 90 Prozent aus Kunststoff hergestellt ist (50 Prozent davon aus recyceltem Material wie alten Fischernetzen).

Während Hunderter Testfahrten und der ,igus:bike‘-Welttour mit Tausenden Kilometern auf verschiedenen Kontinenten haben wir festgestellt: Besonders die Laufräder sind extrem robust.

Jan Phillip Hollmann, Leiter Geschäftsbereich Fahrradkomponenten bei Igus

Aufgrund der gemachten Erfahrungen hat man sich in Köln dazu entschlossen, die Kunststofflaufräder in 24 und 26 Zoll als eigenes Produkt anzubieten. Fahrrad-Spezialist Hollmann: „So haben Hersteller die Möglichkeit, ihre Cargoräder noch ausfallsicherer zu machen.“ Ob Last-Mile-Delivery in dicht besiedelten Städten, Transporte von sperrigen Gütern oder der regelmäßige Einsatz bei rauen Wetterbedingungen: Die Laufräder punkten mit ihrer hohen Belastbarkeit und Zuverlässigkeit, wie Igus erklärt.

Vorteil für Flottenbetreiber im Liefergeschäft

Das Gesamtgewicht von E-Lastenrädern, die im Straßenverkehr belasteter als normale Fahrräder sind, liegt schnell bei bis zu 300 Kilogramm – entsprechend hohe Kräfte wirken besonders in den Kurven. Hinzu kommt die Fahrt über Bordsteine, Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster, was die Speichen, Felgen, Naben und Lager überdurchschnittlich beansprucht.

„Tests in unserem hauseigenen Labor nach DIN 79010:2020-02 haben gezeigt, dass die neuen Kunststofflaufräder diesen hohen Anforderungen standhalten“, erklärt Hollmann. Die Räder wurden dabei auf einem Laufradprüfstand mit einer Last von 120 Kilogramm pro Rad belastet. Auf der Laufrolle befanden sich Erhebungen, die bei jeder Umdrehung einen Stoß verursachten, ähnlich wie beim Überfahren eines Schlaglochs. „Auch nach 10.000 km waren die Laufräder weiterhin funktionstüchtig. Wir können also davon ausgehen, dass im Lieferalltag deutlich weniger Wechsel notwendig sind. Ein entscheidender Faktor für Flottenbetreiber im Liefergeschäft.“

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