Verhaltenes Wachstum Es kommt mehr Stahl aus Deutschland, aber ...

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Deutschlands angeschlagener Stahlbranche geht es, wie man nun erfährt, wohl wieder etwas aufwärts. Doch die Gesamtsituation bleibe angespannt ...

Wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl analysiert hat, geht es in der deutschen Stahlbranche produktionsmäßig leicht aufwärts. Aber das dürfe nicht über die allgemein schlechte Lage hinwegtäuschen ...(Bild:  F. Stelzenmeier)
Wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl analysiert hat, geht es in der deutschen Stahlbranche produktionsmäßig leicht aufwärts. Aber das dürfe nicht über die allgemein schlechte Lage hinwegtäuschen ...
(Bild: F. Stelzenmeier)

Wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl aus Berlin mitteilte, wurden im ersten Halbjahr 2026 wieder rund 18,6 Millionen Tonnen Rohstahl produziert, was etwa neun Prozent mehr waren als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2025 war die Stahlkocherei nämlich um knapp 12 Prozent nach unten gegangen – die Produktionsmenge vom ersten Halbjahr 2024 wurde damit also nicht wieder erreicht (damals waren es 19,4 Millionen Tonnen). Die aktuellen Zahlen zeigen aber leider keine nachhaltige Trendwende, hieß es vom Verband. Denn auf das Jahr hochgerechnet käme man 2026 auf rund 37 Millionen Tonnen Stahl und läge damit unter der Marke von 40 Millionen Tonnen, die aber für eine wirtschaftlich tragfähige Auslastung nötig seien. Das lässt trotz allem Sorgenfalten auf den Stirnen der Stahlkonzernbetreiber entstehen.

Die schwierige Lage in der Stahlbranche bleibt vorerst

Der Grund sei die noch immer schwache Nachfrage aus den für die Stahlhersteller so wichtigen Branchen Bau, Maschinenbau und Autoindustrie. Und echte Erholung im Stahlsektor beginne erst, wenn auch die reale Stahlnachfrage zurückkehre. „Die steigende Produktion darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Stahlindustrie weiterhin in einer schwierigen Lage befindet“, mahnt Kerstin Rippel, die Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung. Die Zuwächse wiesen vor allem auf eine technische Gegenbewegung hin – etwa weil Stahlkunden ihre Lager auffüllten. Hoffnungsvoll blickt aber die heimische Branche auf neue EU-Zollregeln, die seit Juli gelten. Unter bestimmten Kriterien wird bei Stahlimporten jetzt ein Zusatzzoll fällig, was Billigimporten aus Asien den Zugang erschweren soll. Das Handelsschutzinstrument ist für den Stahlstandort Deutschland und Europa unverzichtbar, merkt Rippel an. Es sorge dafür, dass sich eine künftige Erholung der Nachfrage auch tatsächlich in einer höheren Kapazitätsauslastung der Stahlunternehmen in Deutschland und anderen EU-Mitgliedstaaten niederschlagen könne.

(ID:50904329)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung