Auf Expansionskurs Neue Produktion am Headquarter von TGW Logistics läuft an

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Im Juli hat der Intralogistikriese TGW Logistics eine Produktionshalle mit 16.000 Quadratmetern Fläche am Headquarter im oberösterreichischen Marchtrenk in Betrieb genommen – unterstützt von einem hochautomatisierten Lagersystem mit Shuttles und einem Hochregallager (HRL).

Einblick in die neue Produktionshalle: Hier wird insbesondere die energieeffiziente Kingdrive-Fördertechnik für Behälter und Kartons produziert.(Bild:  TGW Logistics)
Einblick in die neue Produktionshalle: Hier wird insbesondere die energieeffiziente Kingdrive-Fördertechnik für Behälter und Kartons produziert.
(Bild: TGW Logistics)

Bis 2030 will der österreichische Intralogistiker TGW Logistics seinen Umsatz verdoppelt haben – dann auf 2 Milliarden Euro. Dazu schafft man jetzt die Voraussetzungen: In der 240 Meter (!) langen und 63 Meter breiten Produktionshalle entstehen Shuttle-Roboter, Regalbediengeräte (RBG), Fördertechnik für Paletten und Rollcontainer sowie Schaltschränke für die internationalen Projekte der Österreicher. Das dazugehörige Hochregallager hat eine Stellplatzkapazität von 11.000 Paletten, das dazugehörige Shuttle-Lager hält 49.000 Stellplätze für Behälter bereit – „powered by TGW-Technologie“, versteht sich. In den vergangenen Monaten habe der Intralogistiker für den Ausbau seines Headquarters 100 Millionen Euro investiert, weitere 50 Millionen sollen bis Anfang 2028 in ein neues Office-Gebäude fließen.

Mit der Inbetriebnahme können wir die Performance in der Fertigung und in der globalen Ersatzteilversorgung unserer Kunden auf ein neues Level heben.

Dr. Henry Puhl, CEO von TGW Logistics

An den keine 10 Kilometer voneinander entfernten Orten Marchtrenk und Wels (Oberösterreich) sind die beiden großen Produktionsstandorte von TGW Logistics zu finden, dort fertigen 700 Mitarbeiter etwa 90 Prozent der mechatronischen Module der Österreicher. Geplant ist, dass bis Ende August dieses Jahres schrittweise sämtliche Hallenbereiche in Marchtrenk in Betrieb gehen, wie es heißt. Der derzeitige Rekordauftragswert von 1,5 Milliarden Euro werde, wie CEO Puhl erklärt, „uns schnell die Vollauslastung erreichen lassen“.

Wels konzentriet sich auf Kingdrive-Förderer

Mit der Aufnahme des Betriebs in der neuen Produktionshalle konzentriert sich das Team in Wels auf die Herstellung der energieeffizienten Kingdrive-Fördertechnik für Behälter und Kartons. Diese innovative Technologie will dank getriebeloser Motorrollen mit besonders langer Lebensdauer und einem um bis zu zehn Prozent geringeren Energieverbrauch im Vergleich zu anderen Motorrollen-Varianten punkten. Alle weiteren Intralogistik-Module für die internationalen Kundenprojekte werden in Marchtrenk gefertigt – darunter Shuttle-Roboter, Regalbediengeräte mit einer Höhe von bis zu 25 Metern, Fördertechnik für Paletten und Rollcontainer sowie Schaltschränke.

Eine Besonderheit des Hochregallagers stellt seine Ausführung in Silobauweise dar: Das Regal des Lagersystems bildet dabei die Grundstruktur für die Wand- und Deckenelemente. Dieses Konstruktionsprinzip bringe signifikante Vorteile bei Kosten und Realisierunszeit, stelle aber zugleich hohe Anforderungen an die technische Ausführung und Exzellenz, wie es abschließend heißt.

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