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Jubiläum

Beumer feiert 80-jähriges Bestehen

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Im Bereich Verladetechnik entwickelte Bernhard Beumer jun. neue Produkte wie zum Bespiel die dreidimensionale Belademaschine, um Zementsäcke auf Lkw zu verladen. Die Arbeiter werden damit körperlich wesentlich entlastet. In den 1970er Jahren entwickeln die Ingenieure diese Belademaschine bis zur kompletten Automatisierung weiter. Daraus entsteht der erste stationäre Palettierer. Heute stapelt der Beumer paletpac Papier-, PE- und PP-Säcke auf Paletten verschiedener Größen flexibel, genau und stabil. Je nach Produktanforderung ist er mit einer Klammer- oder Doppelbanddrehvorrichtung ausgestattet.

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Mit letzterer lassen sich in Säcken abgefüllte Schüttgüter besonders schonend, schnell und sehr genau auf Paletten schichten. Um die palettierten Stapel wirtschaftlich und effizient zu verpacken, hat die Beumer Group mit dem stretch hood eine Hochleistungs-Verpackungsanlage im Angebot. Diese Technologie wurde hinsichtlich Funktion, Wirtschaftlichkeit und Ergonomie weiter optimiert und zur Interpack im Mai 2014 das erste Mal präsentiert.

Stückgut statt Schüttgut

Als Peter Beumer nach seinem Auenthalt in den USA Ende der 1960er-Jahre zurück nach Beckum kam, trieb er die „Fließtechnik“ weiter voran. Beumer hatte zum Beispiel Kreisförderer für Schlachthöfe gebaut, die mit Röllchenbahnen und Teleskopbändern realisiert wurden, oder auch spezielle Hängeförderer: An Schienen hingen Ketten, an denen Gestelle angebracht waren. Diese konnten manuell bestückt werden. Schnell stieß Peter Beumer auf manuelle Sortierkreisel. Dabei handelte es sich um kreisrunde Rollenbahnen, in die Pakete zum Transport eingeschleust wurden. Mitarbeiter standen an entsprechenden Endstellen und entnahmen die Pakete. Im Einsatz waren diese beispielsweise beim Schöpflin-Versand. Beumer griff diese Idee auf und dachte sie weiter. Das Ziel war, den Sortierkreisel zu automatisieren. Die Ingenieure entwickelten die bekannten Kippelemente zu den sogenannten 3D-Kippelementen weiter: Die Schalen kippen dabei nicht nur zur Seite, sie verdrehen sich auch so, dass die Teile längs orientiert ausgeschleust werden. Der Vorteil: Die Endstellenteilung wird verkleinert. Mit diesen 3D Tilt Tray Sortern konnte das Unternehmen jetzt in etablierte Märkte vorstoßen, in denen das dänische Unternehmen Crisplant – das später Mitglied der Beumer Group wurde – Marktführer war: Logistik, KEP und Flughäfen.

Die dritte Generation

Seit dem Jahr 2000 führt nun Dr. Christoph Beumer, der Enkel des Firmengründers, das Unternehmen. „Für den Erfolg ist maßgeblich der familiäre Geist verantwortlich. An unseren Wahlspruch ‚Nicht der kurzfristige Gewinn, sondern der langfristige Erfolg ist unser Ziel‘, haben wir uns bis heute konsequent gehalten“, sagt er. Den langfristigen Erfolg des Unternehmens sichert Beumer durch kontrolliertes Wachstum, ein breites Angebotsspektrum und die globale Aufstellung. Die Anlagen und Systeme sind in allen Teilen der Welt im Einsatz. Dazu treibt die Unternehmensgruppe ihre Internationalisierung voran und gründet Gruppengesellschaften, in China und in Thailand sogar Produktionsstandorte. Das Unternehmen ist dadurch in den vergangenen Jahren organisch sehr stabil gewachsen. Unerschrocken von der aufziehenden Finanz- und Weltwirtschaftskrise übernimmt Beumer 2009 den dänischen Sortiertechnik-Spezialist Crisplant, später andere Unternehmen in Indien, den USA und Belgien. Hunderttausende Koffer an Flughäfen in Frankfurt, London, Peking, Singapur und in aller Welt gehen täglich über Gepäckanlagen von Beumer.

Tausende Pakete laufen jeden Tag über Transportbänder des Intralogistikspezialisten in Paketzentren von Hermes, Geo Post, Deutsche Post/DHL, UPS oder Fedex. Mit der indischen Enexco Technologies, Hersteller von Mahlanlagen und Packmaschinen für die Zementindustrie, hat das Unternehmen seine Präsenz in wichtigen Märkten gestärkt und gleichzeitig sein Portfolio systematisch ausgeweitet, ohne die angestammten Segmente zu verlassen. Und die Integration der doch sehr verschiedenen Kulturen? Diese sieht der Geschäftsführer als Chance, voneinander zu lernen. „Wir wollen ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem jeder die Individualität des anderen respektiert“, betont Dr. Beumer. Und weil die lokalen Mitarbeiter in den Gruppengesellschaften die gleiche Sprache wie die Kunden sprechen, fühlen diese sich verstanden. Das schafft eine hohe Kundenbindung.

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