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Blechlager reduziert das Handling und fördert die Maschinenauslastung

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Das Lager arbeitet sehr flexibel mit unterschiedlichen Beladehöhen von 130, 355, 580 und 805 mm sowie von 1030 mm für den Fall, dass Gitterboxen auf einer Palette stehen. Mithilfe von Anschlägen, die als Verschiebesicherung funktionieren, lassen sich die Paletten einfacher beladen. Zudem erreicht Stopa aufgrund einer engen Fachteilung einen besonders hohen Raumnutzungsgrad.

Regalbediengerät übernimmt Handling der Ladungsträger

Das Handling der Ladungsträger übernimmt ein Regalbediengerät in stabiler und robuster Zweimastausführung. Das mit einer Zieh-und Schiebeeinrichtung sowie mit einem verschleiß- und servicearmen Kettenhubwerk ausgestattete Regalbediengerät verfährt zwischen den Regalblöcken.

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Dabei garantiert laut Atopa ein digitales Wegmesssystem exakte Längspositionierungen. Ein weiteres digitales Wegmesssystem, das absolut und lastunabhängig arbeitet, sorge für eine präzise Höhenpositionierung und erübrige folglich, einen Referenzpunkt anzufahren. Daten flössen berührungslos und verschleißfrei über eine Lichtschranke zum Regalbediengerät. Energie werde durch eine oben verlaufende Stromschiene geleitet, die ebenfalls einen verschleiß- und geräuscharmen Betrieb gewährleiste.

Um Kollisionen beim Einlagern zu vermeiden, kontrolliert das Regalbediengerät automatisch die Beladehöhe der Stellplätze, die unter- und oberhalb des angewählten Platzes liegen. Abgesehen davon habe der Hersteller das Regalbediengerät, dessen Funktionen die Steuerung betriebssicher überwache, mit einer seitlichen Konturenkontrolle zum Erkennen überstehender Tafeln ausgerüstet. Das Regalbediengerät erzielt bei der Längsfahrt Geschwindigkeiten von bis zu 150 m/min, beim Heben von 23 und beim Ziehen oder Schieben von 20. Die Wiegeeinheit der Lasttraverse erfasst bei Ein- und Rücklagerungen das Gewicht der Palette und des darauf abgelegten Materials und ist deshalb auch für eine effiziente Wareneingangskontrolle einsetzbar.

Aktuelle Bestände und Blechdaten in Echtzeit

Eine Realtime-Soft-SPS, die in einen Industrie-PC integriert ist, steuert die Systemkomponenten des Lagers. Den Industrie-PC verwendet der Betreiber zum Bedienen und zum Anzeigen der Anlagenzustände. Die speicherprogrammierbare Steuerung kommuniziert über eine von Stopa gelieferte Schnittstelle mit dem Lagerverwaltungsrechner Trumpf TC-Cell. Dessen Software vergibt dynamisch die Lagerplätze, verwaltet die Bestände und Blechdaten und hält dadurch permanent Inventurdaten bereit.

Bedient wird das System über leicht verständliche Funktionstasten. Am 12-Zoll-TFT-Display des ergonomischen Bedienpults lasse sich ständig und in Klartext der Status des Regalbediengeräts ablesen. Außerdem visualisiert die Software die Lagerblöcke und das Regalbediengerät in einer grafischen Darstellung. Dieter Bohnig bittet den Mitarbeiter an einer Auslagerstation, eine Gitterbox herauszufahren. „Unser Team kommt problemlos mit dem Lager klar. Die Bedienschritte sind logisch aufgebaut und daher sehr schnell erlernbar.“ Bei einer Störung kann Stopa auf die Fernwartungs-Software PC Anywhere und das Modem der Steuerung zugreifen, um vom eigenen Standort aus den Fehler zu analysieren und zu beheben.

Für das Lager stehen vier Betriebsarten zur Verfügung. Im Onlinebetrieb steuert ein übergeordneter Host das System. Entscheidet man sich für den Automatikbetrieb, arbeitet die Anlage selbsttätig Einzelaufträge ab, sobald der Bediener die jeweiligen Start- und Zielkoordinaten eingegeben hat. In dem Fall funktioniert das Lager sogar weiter, wenn am Host eine Störung auftritt. Möglich sind auch ein verriegelungsfreier Servicebetrieb, bei dem der Mitarbeiter die Befehle direkt am Regalbediengerät eingibt, und ein Handbetrieb mit aktiven Sicherheitsverriegelungen.

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