Alternative Antriebe Bosch nimmt ersten Brennstoffzellen-Lkw in den Realbetrieb

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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In Nürnberg macht Bosch einen großen Schritt in Richtung klimafreundliche Logistik: Das Technologieunternehmen bringt den ersten Wasserstoff-Truck im Werksverkehr auf die Straße. Das eingesetzte Brennstoffzellensystem stammt sogar aus eigener Fertigung.

In Nürnberg ermöglicht ein von Bosch selbst gefertigtes Brennstoffzellensystem von Bosch den klimafreundlichen Transport zwischen dem Werk und dem Logistikdienstleister Schäflein.(Bild:  Bosch)
In Nürnberg ermöglicht ein von Bosch selbst gefertigtes Brennstoffzellensystem von Bosch den klimafreundlichen Transport zwischen dem Werk und dem Logistikdienstleister Schäflein.
(Bild: Bosch)

FCPM steht für Fuel Cell Power Module, zu Deutsch Brennstoffzellen-Leistungsmodul. Und ein solches steckt im Truck von Iveco, dessen fünf verbaute Wasserstofftanks bis zu 70 Kilogramm bei 700 bar Druck fassen. Den E-Lkw setzt Bosch seit Kurzem im eigenen Werksverkehr ein. Bis zu 800 Kilometer Reichweite habe der Iveco-Truck, wie aus einer Pressemeldung hervorgeht, und wird von der Spedition Schäflein (Röthlein bei Schweinfurt) für Bosch betrieben. Die Spedition wiederum mietet den Wasserstoff-Truck von dem auf emissionsfreie Lkw spezialisierten Mietanbieter Hylane aus Köln. Geplant ist, dass das Fahrzeug etwa 12.000 Kilometer pro Jahr auf einer festen Strecke insbesondere Produkte aus der werkseigenen Herstellung von Bosch transportiert.

Als wir beschlossen haben, unseren Werksverkehr klimafreundlicher zu gestalten, war klar: Wir wollen einen Lkw mit FCPM von Bosch.

Alexander Weichsel, kaufmännischer Werkleiter Nürnberg

Für Alexander Weichsel ist der Einsatz des E-Lkw mit Bosch-eigenem FCPM ein wichtiger Baustein, um seine Emissionen in der Logistk zu verringern.„Dass weltweit bereits mehrere Tausend Lkw mit Brennstoffzellensystemen von Bosch unterwegs sind, zeigt, dass sich das Konzept bewährt“, sagt der Nürnberger Werksleiter.

Umsetzen der Bayerischen Wasserstoffstrategie 2.0

Der E-Lkw spart dem Nürnberger Werk durch die Nutzung von Wasserstoff anstelle von Diesel als Antriebsenergielieferant zwar CO2 ein, aber das primäre Ziel ist zunächst, wie es heißt, neben der Verringerung der Emissionen in der Logistik Erfahrung und möglichst viele Daten zu sammeln, die in die Weiterentwicklung künftiger Antriebssysteme wie den Modellen Compact 190 und Compact 300 fließen.

In Nürnberg blickt Werksleiter Weichsel optimistisch in die Zukunft: „Der problemlose Betrieb zeigt, dass die Brennstoffzelle reif für den Serieneinsatz ist.“ Entscheidend für eine erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft wären vor allem eine hohe Verfügbarkeit von bezahlbarem Wasserstoff und der Aufbau einer adäquaten H2-Infrastruktur, auch in der mittelfränkischen Metropole. „Wir arbeiten aktiv daran, mit Industriepartnern der Metropolregion Nürnberg die Wasserstoffstrategie in Bayern umzusetzen.“

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