Zeit für den Umbruch Standort Deutschland! Es ist schon eine Minute nach zwölf!

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Bundeskanzler Friedrich Merz registriert, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland unter Druck steht. Dieser muss sinken! Doch man habe noch einen langen Weg für Verbesserungen vor sich.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin gezeigt, dass er sich der schiefen Lage der Industrie in Deutschland bewusst ist. Für ihn sei es sogar schon eine Minute nach zwölf. Und der Weg für Verbesserungen werde kein kurzer sein ...(Bild:  dpa)
Bundeskanzler Friedrich Merz hat im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin gezeigt, dass er sich der schiefen Lage der Industrie in Deutschland bewusst ist. Für ihn sei es sogar schon eine Minute nach zwölf. Und der Weg für Verbesserungen werde kein kurzer sein ...
(Bild: dpa)

Mit Blick auf den Standort Deutschland kann Bundeskanzler Merz nur kommentieren, dass es nicht die berühmten fünf Minuten vor zwölf sind, die die derzeitige Lage beschreiben, sondern, dass es bereits eine Minute nach zwölf geschlagen hat. Das jedenfalls äußerte der CDU-Politiker im Rahmen einer Veranstaltung des Verbands der Chemischen Industrie. Demnach muss man schleunigst aufholen und besser werden. In Deutschland reagieren man diesbezüglich zu langsam. Zusätzlich sei alles mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden, denn in den USA und in Asien gelinge die Produktion unter finanziell günstigeren Umständen.

Kanzler Merz will sich für weitere Entlastungen stark machen

Deutschland, so Merz weiter, muss so aufgestellt werden, dass sowohl die Sicherheit hier und in Europa als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts gewährleistet sind – und zwar für die nächsten Jahrzehnte. „Das geht nicht über Nacht“, merkte Merz dabei an, der auch von einem Reformstau gesprochen hat. Und international registriere er zudem tiefgreifende Umbrüche. Merz verkündete im Zuge seiner Rede aber auch, dass die Bundesregierung bereits einige Entscheidungen für einen notwendigen Neustart in der Wirtschaftspolitik getroffen hat. Er nannte etwa steuerliche Entlastungen, eine Senkung der Energiepreise und Maßnahmen, um die überbordende Bürokratie zu entwirren. Auch dränge in der Koalition für schnelle und noch weiter greifende Entscheidungen.

Deutschlands Chemieindustrie braucht Unterstützung

Der Präsident des Verbands der Chemischen Industrie, Markus Steilemann, verwies dabei auf die wirtschaftlich allgemein schwierige Lage. Er sprach von enttäuschenden Zahlen, die seine Branche zu beklagen hat, und von einer historisch vergleichsweise niedrigen Auslastung. Die Industrie stehe für ihn am Abgrund. Die energieintensiven Industriesektoren müssen deshalb weiter entlastet werden, forderte Steilemann etwa mit Blick auf einen von der Regierung geplanten, staatlich geförderten niedrigeren Industriestrompreis.

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