Supply-Chain-Management Das sind die drei größten Risiken für Ihre Lieferkette

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Internationale Konflikte, hohe Energiekosten und Rohstoffknappheit stehen auf der „Hitliste“ der Supply-Chain-Risiken in den nächsten fünf Jahren ganz oben, so eine Kinaxis-Umfrage. Für deutsche Unternehmen bedeuten diese Risiken vor allem höhere Kosten und verzögerte Lieferungen.

Diese Risiken werden die Lieferkette in den nächsten fünf Jahrem laut einer aktuellen Kinaxis-Studie am stärksten beeinflussen.(Bild:  Kinaxis)
Diese Risiken werden die Lieferkette in den nächsten fünf Jahrem laut einer aktuellen Kinaxis-Studie am stärksten beeinflussen.
(Bild: Kinaxis)

In den nächsten fünf Jahren erwartet mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Unternehmen in Deutschland, dass sowohl internationale Konflikte als auch die daraus resultierenden Energiepreise die größten Auswirkungen auf ihre Lieferketten haben werden, dicht gefolgt von Rohstoffknappheit (32 Prozent). In der Energiekrise sehen vor allem der Technologiesektor (46 Prozent), die Automobil- und Luftfahrtindustrie (40 Prozent) und das verarbeitende Gewerbe (38 Prozent) das größte Risiko für ihre Lieferketten. Dabei schätzt in diesen volatilen Zeiten jedes fünfte Unternehmen seine Lieferketten als gefährdet ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des globalen Supply-Chain-Management-Anbieters Kinaxis unter mehr als 200 Lieferkettenverantwortliche in deutschen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 200 Millionen Euro. Die Befragung wurde im Oktober 2023 online von Sapio Research durchgeführt, unter Verwendung einer E-Mail-Einladung sowie einer Onlineumfrage.

Drei von vier Unternehmen sind mehrmals im Jahr oder öfter mit Störungen in ihren Lieferketten konfrontiert. Dennoch herrscht immer noch weitestgehend keine Transparenz, was die Auswirkungen angeht.

Martin Bilstein, Regional Vice President DACH bei Kinaxis

Durchaus interessant: Wenn es zu einer Unterbrechung der Lieferkette komme, könne nur jedes dritte Unternehmen alle betroffenen Prozesse, alle betroffenen Geschäftseinheiten und alle betroffenen Lieferanten (alle 38 Prozent) sowie alle Kostenauswirkungen (37 Prozent) identifizieren. Darüber hinaus sei nur jedes Vierte in der Lage, die CO2-Auswirkungen nachzuvollziehen. Angesichts des zunehmenden Drucks in Bezug auf transparente ESG-Ziele und -Berichte sei das eine beachtlich geringe Anzahl an Unternehmen, so Kinaxis.

Stichwort Echtzeit

Während 36 Prozent der Unternehmen angegeben hätten, alle Abteilungen in Echtzeit überblicken und sofort erkennen zu können, welche von ihnen von unerwarteten Unterbrechungen betroffen sind, hätten andere Schwierigkeiten, Informationen rechtzeitig zu beschaffen: 33 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass das Sammeln ihrer abgeschotteten Informationen mehrere Stunden und für 28 Prozent mehrere Tage dauere – wodurch sich die Zeitspanne zwischen den Auswirkungen und der Reaktion weiter verlängere. (bm)

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