Weg der Roboter Das sind die Top-5-Trends der Roboterentwicklung 2024

Quelle: IFR 4 min Lesedauer

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Der weltweite Bestand an Industrierobotern hat mit rund 3,9 Millionen Einheiten einen neuen Rekord erreicht. Die starke Nachfrage wird dabei von spannenden Innovationen getrieben, die hier beschrieben werden.

Roboter werden in Industrie und Gesellschaft immer wichtiger, wie die International Federation of Robotics (IFR) feststellt. Die Nachfrage steigt außerdem. Kein Wunder, dass die Roboterhersteller heftig entwickeln. Wo der Weg momentan hingeht, verrät dieser Beitrag.(Bild:  Qu. Roser)
Roboter werden in Industrie und Gesellschaft immer wichtiger, wie die International Federation of Robotics (IFR) feststellt. Die Nachfrage steigt außerdem. Kein Wunder, dass die Roboterhersteller heftig entwickeln. Wo der Weg momentan hingeht, verrät dieser Beitrag.
(Bild: Qu. Roser)

Hier berichtet die International Federation of Robotics, wie die wichtigsten Trends bei der Roboterentwicklung in diesem Jahr aussehen. Lesen Sie hier über die wichtigsten 5 Entwicklungsschritte, die die Robotik momentan geht ...

1. Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML)

In der Robotik und Automation nimmt der Einsatz künstlicher Intelligenz weiter zu, wie die Experten registrieren. Und mit der Entwicklung generativer KI eröffneten sich neue Welten. Diese Untergruppe der KI sei darauf spezialisiert, über Trainings zu lernen und daraus etwas Neues zu schaffen. Mit Online-Tools wie „ChatGPT“ sind diese Möglichkeiten bereits bekannt geworden. Roboterhersteller entwickeln momentan generative, KI-gesteuerte Schnittstellen, um Roboter intuitiver zu programmieren. Die Anwender programmieren dabei mit natürlicher Sprache anstelle einer Code-Eingabe. Die Arbeiter benötigten deshalb keine speziellen Programmierkenntnisse mehr, um die gewünschten Aktionen des Roboters auszuwählen und anzupassen. Ein weiteres Beispiel ist die vorausschauende KI. Sie analysiert die Leistungsdaten von Robotern, um den künftigen Zustand von Anlagen zu ermitteln. Durch vorausschauende Wartung können Hersteller dann eingreifen, bevor es zum teuren Maschinenausfall kommt (In der Automobilzulieferindustrie kostet jede Stunde Ausfallzeit schätzungsweise 1,3 Millionen US-Dollar, wie die Information Technology & Innovation Foundation berichtet). Diese Größenordnung mache das enorme Kosteneinsparpotenzial der sogenannten Predictive Maintenance deutlich. Mit Algorithmen des maschinellen Lernens ließen sich außerdem die Daten von mehreren gleichlaufenden Robotern analysieren und die Prozesse auf dieser Basis optimieren. Im Allgemeinen gilt die Regel, dass ein Algorithmus für maschinelles Lernen umso mehr leisten kann, je mehr Daten er enthält.

2. Cobots übernehmen neue Aufgaben

Die Mensch-Roboter-Kollaboration – Stichwort Cobots – ist weiterhin ein wichtiger Trend in der Robotik, heißt es weiter. Die rasanten Fortschritte bei der Entwicklung von Sensoren, Bildverarbeitung und „intelligenten“ Greifern machten es möglich, dass Roboter in Echtzeit auf Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren könnten, um so sicher an der Seite von Menschen zu arbeiten. Anwendungen mit Cobots unterstützen menschliche Arbeitskräfte dabei, Aufgaben wie schweres Heben, repetitive Bewegungen oder Arbeiten in gefährlichen Umgebungen zu übernehmen. Die Roboterhersteller schicken sich auch an, dass Cobots immer mehr Einsatzgebiete erschlossen werden können.

Eine aktuelle Marktentwicklung ist etwa die Zunahme von Roboterschweißanwendungen, die in diesem Segment durch den Mangel an qualifizierten Fachkräften ausgelöst wurde. Diese Nachfrage zeige, dass die Automatisierung nicht zu einem Arbeitskräftemangel führe, sondern umgekehrt als Mittel zur Lösung des Personalmangels beitrage, denn der Arbeitermangel ist ja schon da. Kollaborative Roboter werden in diesem Sinne Investitionen in klassische Industrieroboter, die mit viel höheren Geschwindigkeiten arbeiten, ergänzen, aber nicht ersetzen, so die Prognose. Die übliche Industrierobotik bleibe für die Verbesserung der Produktivität als Reaktion auf enge Produktmargen wichtig. Auch drängen jetzt neue Wettbewerber auf den Markt, die sich speziell auf kollaborative Roboter konzentrieren. Mobile Manipulatoren, die Kombination aus kollaborativen Roboterarmen und autonomen mobilen Robotern (AMR), erweitern die Anwendungsmöglichkeiten, die die Nachfrage nach kollaborativen Robotern erheblich steigern könnten.

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