Hallenbau Der Energiesparfaktor Industrietor
Die Energieeinsparverordnung schreibt seit dem 1. Juli 2009 auch für Produktions- und Logistikhallen einen Energieausweis vor. Um einen niedrigen Primärenergiebedarf zu erreichen, müssen Wärmeverluste reduziert werden, und zwar nicht nur durch die Fassaden, sondern auch an den Durchfahrten und Verladestellen. Dort können intelligente Lösungen maßgeblich beim Energiesparen helfen.
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Hallen kühlen durch zwei Effekte aus: Zugluft und Wärmeleitung in den Bereichen der Verladestellen und der Türen und Tore. Beiden kann heute mit zweckmäßig geplanter Verlade- und Tortechnik begegnet werden. „Bei Neubauten“, erläutert Rüdiger Bierhenke, Verkaufsleiter Industrietorsysteme und Verladetechnik bei der Hörmann KG, „investieren hier momentan viele Unternehmen, weil für die Zukunft mit steigenden Energiekosten gerechnet wird und man Folgekosten minimieren will.“
Ladebrücken können viel Energie verschwenden
Besonders Ladebrücken zählen zu den thermischen Achillesfersen vieler Hallen. Die großen Stahlkonstruktionen ragen unter dem Tor durch bis ins Freie und wirken so als große Kältebrücken, die Wärme aus dem Inneren ableiten.
Dies lässt sich jedoch laut Lars Günsch, Key Account Manager bei Hörmann, durch Planung und die richtigen Komponenten verhindern. Seine Lösung: Die Ladebrücken werden weiter ins Gebäudeinnere gesetzt und oberhalb eines wärmedämmenden Betonsockels montiert.
Wärmegedämmte Tore machen Ladebrücken energieeffizient
Nun können wärmegedämmte Tore so installiert werden, dass sie vor den Ladebrücken öffnen und schließen und unten auf den Betonsockel aufsetzen. Dadurch haben die wärmeleitenden Ladebrücken keinen direkten Kontakt mehr mit der kalten Außenluft.
„Besonders bei einer hohen Anzahl von Verladestellen hilft diese Lösung, hohe und künftig wahrscheinlich steigende Betriebskosten zu vermindern“, so Günsch. Da die ins Gebäude zurückgezogene Ladebrücke eine größere Distanz zum Lkw überbrücken muss, bietet zum Beispiel Hörmann die Version HTL-2 mit Vorschub an, die bis zu 1000 mm Abstand überbrückt.
Luftkissen für Torabdichtungen am beliebtesten
Im Betrieb sollte die Verladestelle mit einer Torabdichtung versehen sein, durch die der Luftzug durch die Spalten zwischen Lkw und Halle reduziert wird. Dazu bieten die meisten Hersteller Kissenabdichtungen an. Docken vor allem baugleiche Lkw an, genügen meist schaumstoffbefüllte Abdichtungen. Werden unterschiedliche Lkw abgefertigt, sind die flexibleren Luftkissen besser geeignet.
Nach dem Andocken blasen Ventilatoren die Abdichtung auf, bis sie den Lkw fest umschließt. Wegen ihrer hohen Dichtigkeit bieten sich solche Luftkissen auch für den Einsatz in der Frischelogistik an.
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