Zuliefererfrust Aktuelle Umfrage bestätigt weiterhin schlechte Stimmung in Zulieferbranche

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Bekanntlich krankt die Automobilsektor an schlechter Konjunktur und mit ihr die Zulieferfraktion. Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben ...

Die deutschen Automobilhersteller sind derzeit alles andere als glücklich. Der schlechte Absatz und die unsichere Weltlage – vor allem die US-Zölle – belasten in der Wertschöpfungskette aber auch die Zulieferer. Deren Stimmung wird noch länger auf dem Tiefstand bleiben, heißt es ...(Bild:  F. Frenkler)
Die deutschen Automobilhersteller sind derzeit alles andere als glücklich. Der schlechte Absatz und die unsichere Weltlage – vor allem die US-Zölle – belasten in der Wertschöpfungskette aber auch die Zulieferer. Deren Stimmung wird noch länger auf dem Tiefstand bleiben, heißt es ...
(Bild: F. Frenkler)

Die deutschen Autozulieferer blicken angesichts der schwachen Konjunktur weiterhin pessimistisch auf die eigene wirtschaftliche Lage. Viel Hoffnung auf Besserung sei auch nicht feststellbar. Bei einer Branchenumfrage des Verbands der Automobilindustrie (VDA) bewertete deshalb knapp die Hälfte der befragten Unternehmen ihre Situation als schlecht oder sogar sehr schlecht, wie der Verband mitteilt. Das bleibt natürlich nicht ohne Wirkung auf Investitionen und Beschäftigung, wie es weiter heißt. Denn über 60 Prozent der Unternehmen wollen angesichts der Lage Stellen streichen. Bei den Investitionen planten rund 80 Prozent, diese entweder zeitlich zu verschieben, ins Ausland zu verlagern oder gleich ganz sein zu lassen. Ein knappes Fünftel der Zulieferer bleibe aber bei den bisherigen Investitionsplänen, wobei kaum jemand eine Erhöhung derselben vorhabe.

Die Zulieferer fürchten vor allem die US-Zölle

Eine zentrale Sorge bilden für die betroffenen Unternehmen außerdem weiterhin die US-Zölle auf Industrieprodukte. Mehr als die Hälfte von den Befragten gab deshalb an, davon mittelmäßig oder gar stark davon betroffen zu sein. Die Bundesregierung und die EU-Kommission müssten aus diesem Grund klare Prioritäten zugunsten der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland setzen, wie die VDA-Präsidentin Hildegard Müller fordert. Das heiße, dass der Industriestandort auf der wirtschaftspolitischen Agenda ganz oben stehen sollte. Dass es schnell besser wird, glauben die meisten jedoch auch nicht. Nur ungefähr 20 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Lage besser werden kann. Knapp 60 Prozent gehen aber von keiner Veränderung aus. Und 18 Prozent sind der Meinung, dass es noch schlechter wird.

(An der Branchenumfrage des VDA beteiligten sich zwischen dem 1. und dem 22. September 158 Unternehmen aus der Zulieferindustrie).

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