Auflockerungen Maschinen- und Anlagenbau erholen sich! Optimismus flackert auf

Quelle: VDMA 2 min Lesedauer

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Die Maschinenbauindustrie in Deutschland hat das Jahr 2025 mit Auftragsbüchern auf Vorjahresniveau abgeschlossen, wie der VDMA analysiert hat. Auch hellt sich die Stimmung ein wenig auf ...

Lage im Maschinenbau! Der VDMA-Chefvolkswirt, Dr. Johannes Gernandt, blickt auf das vergangene Jahr und insbesondere auf den Dezember: „Wir erwarten angesichts der Entwicklung ein leichtes Plus für 2026. Die Stimmung wird besser, aber es gibt keinen Grund zum Jubeln.“(Bild:  VDMA / Sarah Kastner Fotografie)
Lage im Maschinenbau! Der VDMA-Chefvolkswirt, Dr. Johannes Gernandt, blickt auf das vergangene Jahr und insbesondere auf den Dezember: „Wir erwarten angesichts der Entwicklung ein leichtes Plus für 2026. Die Stimmung wird besser, aber es gibt keinen Grund zum Jubeln.“
(Bild: VDMA / Sarah Kastner Fotografie)

In Summe ergab sich für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau insgesamt ein reales Nullwachstum der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ergebnis wurde, wie es weiter heißt, durch einen Zuwachs bei den Bestellungen von sieben Prozent aus den Euro-Partnerländern erreicht. Die Aufträge aus dem Inland (minus ein Prozent) und aus dem Nicht-Euro-Ausland (minus zwei Prozent) waren im Gesamtjahr 2025 allerdings rückläufig. Was den Berichtsmonat Dezember betrifft, so gingen die Auftragseingänge um real fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Der sprichwörtliche Absacker war ein Minus von elf Prozent aus dem Nicht-Euro-Ausland, was teilweise durch Großaufträge im Vorjahresmonat erklärt werden kann, die es im Dezember nicht mehr gab. Aus den Euro-Ländern wurde ein Bestellrückgang von drei Prozent verbucht, womit die Auslandsorders insgesamt um neun Prozent nach unten gingen. Die Bestellungen aus dem Inland legten aber um erfreuliche sieben Prozent zum Vorjahr zu.

VDMA erwartet weiterhin ein kleines Plus in diesem Jahr

„Die Anzeichen auf eine konjunkturelle Bodenbildung für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland verdichten sich. Das zeigt sich in der Auftragsstagnation auf Jahressicht sowie insbesondere in den wachsenden Bestellungen im vierten Quartal“, kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. Für 2026 prognostiziert der VDMA deshalb unverändert ein kleines Plus in der Produktion von real einem Prozent. Darüber hinaus liege es einmal mehr an der Politik, strukturelle Reformen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts einzuleiten, die ein nachhaltiges und höheres Wachstum fördern würden. Gernandt weiter: „Das vierte Quartal 2025 (Oktober bis Dezember) brachte ein Plus von real drei Prozent. Bestellungen aus dem Inland blieben in diesem Zeitraum konstant zum Vorjahr. Aus dem Ausland kamen vier Prozent mehr Orders (Euro-Länder = minus zwei Prozent, Nicht-Euro-Länder = plus sechs Prozent).“

Nur neun Prozent befürchten eine Verschlechterung

Insgesamt habe sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau zuletzt leicht aufgehellt. Laut der im Januar durchgeführten VDMA-Konjunkturerhebung bewerten knapp 30 Prozent der insgesamt 962 Unternehmen die aktuelle Lage als „sehr gut“ oder „gut“. In der vorangegangenen Umfrage aus dem Oktober lag dieser Wert noch bei 23 Prozent. Rund 24 Prozent geben dagegen das Urteil „schlecht“ oder „sehr schlecht“ ab (Oktober-Umfrage = 33 Prozent). Auch die Aussichten haben sich spürbar verbessert. Fast jedes dritte Unternehmen (30 Prozent) ist mit Blick auf die nächsten sechs Monate (Oktober = 21 Prozent) jetzt optimistisch. Lediglich neun Prozent erwarten laut Umfrage des VDMA eine Eintrübung der Lage.

Endlich wieder mehr Optimisten als Pessimisten

Diese Entwicklung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau wirkt sich laut VDMA aber auch auf den Blick nach vorne aus. Denn für das laufende Jahr rechnen rund 57 Prozent der Unternehmen mit einer nominalen Umsatzsteigerung. Knapp 29 Prozent sehen eine Stagnation als realistisch an. Und weniger als 15 Prozent erwarten einen Umsatzrückgang. Gernandt weiter: „Es gibt jetzt mehr Unternehmen, welche die aktuelle Geschäftslage als positiv betrachten als solche, die sie negativ sehen. Zuletzt war dies im Frühjahr 2024 der Fall.“ Das sei aber lediglich ein hoffnungsvolles Zeichen – mehr nicht. „Die Unsicherheit bleibt hoch und die Stimmung auch mit Blick auf die fragile Entwicklung in zentralen Kundenbranchen und Absatzregionen ist angespannt“, resümiert der VDMA-Chefvolkswirt.

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