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Neben dem 16-t-Magnetkran läuft in der Halle ein zweiter, ebenfalls neu installierter Kran mit zwei Seilzügen SH mit je 6,3 t Tragfähigkeit und Krankomponenten von STAHL CraneSystems. Der 12,5-t dient ebenfalls dazu, den langen Rundstahl umzusetzen. Hauptaufgabe ist jedoch, die geschnittenen Stahlscheiben aus der Säge zu heben. Die Scheiben werden auf Paletten gelegt und schließlich per Gabelstapler auf Lkw verladen. Für das Anschlagen dient ein spezieller Einzelmagnet, der in den Haken eines der Seilzüge eingehängt wird. Der dafür benötigte Stromanschluss befindet sich am Lasthaken. Da die Stahlscheiben nach dem Schneiden senkrecht stehen, jedoch liegend transportiert werden müssen, bietet der spezielle Kippmagnet die Möglichkeit, die Last in der Luft zu drehen, was das Handling für die Mitarbeiter von Dewald deutlich erleichtert.
Maximale Hubhöhe erreicht
Eine Aufgabenstellung bei der Konstruktion des Kranes war, die Höhe der Halle bestmöglich auszunutzen, um eine möglichst große Hubhöhe zu erreichen. Das Kriterium war, Stangen mit möglichst großem Durchmesser über Bordwand von 40-t-Sattelzugfahrzeugen entladen zu können. Der Kran sollte die maximale lichte Hallenhöhe nutzen, um in oberster Hakenstellung – inklusive der Bauhöhe von Magnettraverse und dem Durchmesser des Rundstahls – die etwa 4 m hohe Bordwand der Lkw zu überfahren. Mit einer Kranbahn auf 5,68 m und einer vorgegebenen lichten Höhe von 6,89 m blieb Innokran nur die Möglichkeit, den Kran als Zweiträger-Brückenkran auszuführen und die Hubwerke oberhalb der Kranbrücke zu platzieren.
Ein Wunsch von Dewald war es, den Zweiträger-Brückenkran zur Gewichtskontrolle bei der Anlieferung des Rundstahls zu nutzen. Dafür war eine möglichst exakte Gewichtsmessung nötig, die mit der serienmäßigen, elektronischen Lastüberwachung nicht möglich war. Aus diesem Grund hat Innokran eine zusätzliche, genaue Lastmessung über zwei Lastmessbolzen realisiert. Die Bolzen wurden direkt an den beiden Aufhängepunkten der Magnettraverse eingebaut, sodass Unschärfen aus Rollenflasche und Seilgewicht ausgeschlossen werden. Die durch diese Lösung erreichte Messgenauigkeit beträgt 1 % bezogen auf die Nennlast.
Technik im Einsatz
Die Montage der Krananlage verlief zügig und reibungslos und beide Krane haben sich im täglichen Betrieb bewährt. Thorsten Maier ist zufrieden: „Wir haben uns bei den Kranen ganz auf die Expertise von Innokran verlassen, das hat sich ausgezahlt. Die zusätzliche Halle bietet uns neue Möglichkeiten, die wir durch die neuen Krane perfekt nutzen können.“ Pläne für die nächste Vergrößerung gibt es bereits, denn trotz der Erweiterung geht Dewald für seine ehrgeizigen Entwicklungsziele schon wieder der Platz aus. „Bei der nächsten Erweiterung werden wir sicher wieder auf Innokran zukommen“, verspricht Maier.
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