Krananlagen

Dewald Stahlhandel arbeitet mit Magnetkran

| Autor: Bernd Maienschein

Die gesamte Kransteuerung sowie die Reservebatterien für die Magnettraverse befinden sich an der Kranbrücke.
Die gesamte Kransteuerung sowie die Reservebatterien für die Magnettraverse befinden sich an der Kranbrücke. (Bild: STAHL CraneSystems)

Weil es bei der Auslegung des Magneten an Magnetkranen auf Materialbeschaffenheit, Form, Größe und Gewicht der Last ankommt, sind Magnettraversen zur Aufnahme von Stahl meist Einzelanfertigungen – auch die dazugehörige Krananlage gibt es nicht im Katalog. Mit der Steuerung für die Magnete und erhöhten Sicherheitsanforderungen sind Magnetkrane anspruchsvolle Sonderlösungen, die nur von erfahrenen Kranbauexperten angeboten werden.

Dewald Stahlhandel verkauft und liefert Rundstahl – europaweit, auf den Tag genau, in alle Industriezweige. An seinem Firmensitz im schwäbischen Pleidelsheim hat Dewald 8000 m² Lagerfläche. Um weiter expandieren und seit Angebot vergrößern zu können, brauchte das Unternehmen Platz. Und einen stärkeren Kran. Dass die benachbarte Halle Ende letzten Jahres frei wurde, war für den Stahlhändler eine glückliche Fügung. Mit weiteren 1000 m² Fläche und zwei neuen Magnetkranen kann Dewald nun bis zu 14 t schwere Einzelstücke heben, größere Durchmesser geschnittenen Stabstahls anbieten und dadurch seine Kunden noch besser bedienen.

Ein erfahrener Kranbauer war schnell gefunden. Innokran, ein Partner des Krantechnikspezialisten STAHL CraneSystems, arbeitet im Gebäude gegenüber. „Wir hatten hohe Erwartungen an die neue Krananlage und waren froh über die gute Beratung seitens der Firma Innokran“, sagt Thorsten Maier, einer der Geschäftsführer von Dewald. Nach einer genauen Analyse der Prozesse und Anforderungen konstruierte Innokran eine Kranlösung, die speziell auf den Arbeitsablauf des Stahlhändlers Dewald zugeschnitten ist.

Wenn man Stahlstangen zersägt, werden sie kürzer. Das ist zunächst keine Überraschung, stellt den Krankonstrukteur jedoch vor eine knifflige Aufgabe: Langgut wird in der Regel mit einer Traverse gehoben. Ist diese Traverse zu lang, können kurze Stücke nicht sicher gehoben und an engen Stellen des Lagers nicht platzsparend ablegt werden. Ist die Traverse jedoch zu kurz, können lange Stangen nicht sicher gehoben werden. Wenn – wie hier bei Dewald – auch Reststücke und Stäbe kürzerer Länge transportiert werden sollen, empfiehlt sich der Einsatz einer zweigeteilten Traverse, die sich schräg stellen lässt. So stehen wahlweise alle vier Magnete für lange Objekte oder jeweils zwei Magnete auf unterschiedlichen Höhen zur Verfügung, mit denen sich kurze Stahlstäbe optimal heben lassen. Für diese Lösung sind eine Spezialtraverse und zwei Hubwerke nötig, die sich bei Bedarf getrennt von einander steuern lassen.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentieren Sie den Beitrag

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Whitepaper

Digitale Lieferketten

Mehr Erfolg mit Smart Logistics

Die Digitalisierung wird auch die Logistik spürbar verändern. Bereits heute existieren jedoch smarte Lösungen, mit denen Supply Chain Manager die Lieferkette einfach und kostengünstig digitalisieren können. lesen

Whitepaper – Checkliste: Zukunftssichere Lagerlogistik

Mit dem passenden Warehouse-Management-System zum Erfolg

Im Whitepaper mit Checkliste erfahren Sie, welche Fragen Sie sich bei der Auswahl des Warehouse-Management-Systems stellen sollten, um Ihre individuellen Lagerprozesse bestmöglich zu unterstützen. lesen

Pick by Voice

Mehrwert im Lager mit Voiteq und Honeywell Vocollect

Schnelligkeit und minimale Fehlerquoten sind bei der Kommissionierung in Zeiten des boomenden E-Commerce-Geschäfts entscheidend. Wie Sprachtechnologie bei dieser Aufgabe unterstützt kann, zeigt dieses Whitepaper von Voiteq und Honeywell. lesen

DER NEWSLETTER FÜR INDUSTRIE UND HANDEL Newsletter abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 44237004 / Fördertechnik)