Ladeinfrastruktur „Die Tage der Diesel-Dinosaurier sind gezählt“

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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„PamSun“ hat die Logistikgruppe TST ihren ersten Schnellladepark für elektrisch angetriebene Lastkraftwagen getauft. Die Anlage in Worms verfügt über acht Ladepunkte (DC-Charger) und wird vornehmlich mit grünem Strom gespeist.

Jeder Ladepunkt im „PamSun“-Ladepark verfügt über genügend Platz für eine Truck-Trailer-Kombination, sodass zum Aufladen nicht abgesattelt werden muss.(Bild:  TST)
Jeder Ladepunkt im „PamSun“-Ladepark verfügt über genügend Platz für eine Truck-Trailer-Kombination, sodass zum Aufladen nicht abgesattelt werden muss.
(Bild: TST)

Lidl, Danone, Nestlé und BASF zählen zu den Kunden der ersten Kilowattstunden, die durch die Leitungen im neuen Wormser E-Lkw-Ladepark fließen. Die Logistikgruppe TST hat dort am heutigen Freitag, den 21. März 2025 unter dem neuen Markennamen „PamSun“ ihren ersten Schnellladepark eröffnet. Insgesamt acht Ladepunkte stehen zur Verfügung: drei mit 400, drei mit 240 und 2 mit 160 Kilowatt Ladeleistung. Wie es heißt, wird die Ladestation „vornehmlich mit grüner Enegie gespeist“, die über TST-eigene PV-Anlagen (100 Prozent grüne Energie) und über Netzbezug (60 Prozent grüne Energie) gewonnen wird.

Emissionsfreie Lkw-Verkehre sind ein wichtiger Hebel, um Klimaziele zu erreichen. Die Tage der Diesel-Dinosaurier sind gezählt.

Frank Schmidt, Geschäftsführer TST

Zu dieser Investition hatte sich TST-Geschäftsführer Frank Schmidt entschieden, der sein Unternehmen vor 35 Jahren mit einem Lkw gegründet hat und heute mit mehr als 3.500 Mitarbeitenden alleine in Deutschland 75 Logistikstandorte betreibt. Mithilfe seiner „PamSun“-Ladestelle will Schmidt mit einem unternehmenseigenen Konzept Transport und Logistik in Deutschland klimafreundlich machen. Ursprünglich als Joint Venture mit einem rheinland-pfälzischen Versorgungsunternehmen geplant, setzt Schmidt heute auf regionale Kooperationen und Beschaffungsstrukturen, um den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr hierzulande unbürokratisch beschleunigen zu können.

Depotladen auch für Fremdfirmen

Schmidts Konzept ist Blaupause für mehr als 20 Logistikzentren in Deutschland, die in den kommenden Jahren zu Energiekraftwerken für grünen Strom ausgebaut werden sollen. Bis Mitte kommenden Jahres werden die TST-Standorte Wevelinghoven (Nordrhein-Westfalen) und Alzey (Rheinland-Pfalz) an das Netz angeschlossen und weitere E-Ladetankstellen für Lkw gebaut.

Energie tanken können bei „PamSun“ aber nicht nur die eigenen Logistikkunden. Auch Speditionen und kleinere Transportunternehmen können ihren E-Truck beim sogenannten Depotladen an den Stromtankstellen auf dem Firmengelände von TST „halböffentlich“ und rund um die Uhr zu vereinbarten Konditionen laden. Darüber hinaus haben Vertragskunden Anschluss an das bundesweite Partnernetz von „PamSun“, das derzeit aufgebaut wird.

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