Verpackungstechnik Downsizing bei Verschlussmitteln spart Geld und entlastet die Umwelt

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Im Versand- und Onlinehandel hat die Auswahl der Paketbänder das Potenzial zur Kostendämpfung. Wo Nassklebestreiben aus Gründen der Ökologie und Manipulationssicherheit als Kartonage-Verschlussmittel verwendet werden, kann gezieltes Downsizen ohne Qualitätseinbußen zu Einsparungen führen.

Unverstärkte Nassklebebänder von Schümann sind ein kostengünstiges Verschlussmittel bis zu einem Paketgewicht von 12 Kilogramm.(Bild:  Schümann)
Unverstärkte Nassklebebänder von Schümann sind ein kostengünstiges Verschlussmittel bis zu einem Paketgewicht von 12 Kilogramm.
(Bild: Schümann)

Zu den führenden Herstellern von Nasskleberollen gehört Schümann. Das Unternehmen bietet dieses Kartonage-Verschlussmittel in zahlreichen Varianten an: von unverstärkten Nassklebebändern über faden- und faserverstärkte Ausführungen bis hin zu hochbelastbaren Typen mit Gittergewebe-Verstärkung und doppeltem Kraftpapier. Je nachdem, welche Ansprüche beim Verpacken oder Versenden an die mechanische Belastbarkeit, die Manipulationssicherheit, den Produktschutz oder die Diebstahlprävention bestehen, kann der optimal passende Kartonagenverschluss für eine konkrete Anforderungen gewählt werden.

Wie Schümann angibt, beobachten die Spezialisten des Unternehmens aber tendenziell eine Überdimensionierung, etwa bei Nassklebestreifen mit Mehrfach-Faserverstärungen für Großserienverpackungen, für die zweifach fadenverstärkte oder sogar unverstärkte Varianten völlig ausreichen würden. Oder es werden hochbelastbare, extrem reißfeste Unikraft-Nassklebestreifen eingesetzt, die zwar ein Maximum an Manipulationsschutz bieten, aber auf leichten Päckchen mit nur geringwertigen Inhalten deplatziert sind. Solche Überdimensionierungen schießen meist weit über das Ziel hinaus und treiben die Gesamtkosten für eine Kartonageverpackung unnötig in die Höhe. Zudem stehen sie im Widerspruch zum Prinzip der ressourcenschonenden Verpackung.

Überdimensionierung vermeiden

Als pragmatischen Ansatz zur Vermeidung des unverhältnismäßigen Einsatzes von Nassklebebändern empfehlen die Berater von Schümann einen genauen Blick auf die Gewichtsklassifizierung der zu verschließenden Kartonagen. Da nämlich das durchschnittliche Stückgewicht der von der KEP-Branche bearbeiteten Pakete laut aktuellen Marktbeobachtungen zwischen sieben und acht Kilogramm liegt, gibt es in den meisten Fällen gar keinen Grund zur Überdimensionierung des Verschlussmittels. Denn schon die unverstärkten Nassklebestreifen von Schümann sind so ausgelegt, dass sie sich für das sichere und staubdichte Verschließen von Paketen und Päckchen mit Stückgewichten von bis zu 12 Kilogramm eignen.

Das bedeutet für die Praxis: Immer wenn keine besonders wertvollen, hygienesensiblen oder sicherheitskritischen Inhalte zu verpacken sind, lassen sich die Nassklebestreifen der einfachsten Ausführung als Verschlussmittel einsetzen. Die Versand- und Onlinehändler und ihre Verpackungsdienstleister können für einen Großteil ihrer Kartonagen also mit gutem Gewissen und ohne Qualitätseinbußen zu den preiswertesten und zugleich umweltfreundlichsten Nasskleberollen greifen. Sie senken damit ihren Kostenaufwand und leisten einen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks ihrer Verpackungen.

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