Erstzustellung Drohnen und Lastenräder definieren den kombinierten Verkehr völlig neu

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Ein denkwürdiger Tag: Das erste Mal sind in Deutschland Einkäufe von Gütern des täglichen Bedarfs aus und über die Luft möglich. Am 5. Oktober haben die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und der Drohnenhersteller Wingcopter in Michelstadt im Odenwald ihr Pilotprojekt gestartet.

Wingcopter-Drohnen liefern erstmalig in Deutschland Güter des täglichen Bedarfs, die Feinverteilungen geschieht dann mit E-Lastenrädern aus dem Hause Riese + Müller.(Bild:  Wingcopter)
Wingcopter-Drohnen liefern erstmalig in Deutschland Güter des täglichen Bedarfs, die Feinverteilungen geschieht dann mit E-Lastenrädern aus dem Hause Riese + Müller.
(Bild: Wingcopter)

Der Pilot beinhaltet das Projekt „DroLEx – Drohnen-Lastenrad-Express-Belieferung“. Bewohnerinnen und Bewohner der außerhalb von Michelstadt (Odenwald) gelegenen Ortsteile Rehberg und Würzberg, wo in den zurückliegenden Jahren viele Geschäfte geschlossen haben, werden von Lieferdrohnen mit Gütern des täglichen Bedarfs angeflogen, kombiniert mit Lastenrädern. In einem ersten Schritt geht es „nur“ um Güter des täglichen Bedarfs: haltbare Milch, Eier, Obst und Gemüse, Konserven und weitere ungekühlte Produkte. Wingcopter-Drohnen fliegen die per Website bestellten Güter des örtlichen Rewe-Markts an feste Ladepunkte am Ortsrand geflogen und von dort aus per E-Lastenrad bis an die Haustür gefahren. Wie es heißt, sollen sich im Projektverlauf weitere lokale Einzelhändler anschließen können.

Wir sind sehr stolz, mit Liefermichel den ersten Drohnenlieferdienst für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs in Deutschland zu testen.

Tom Plümmer, CEO von Wingcopter

Wissenschaftlich begleitet wird das Pilotprojekt durch die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), die den Dienst aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht evaluiert. Die Hochschule übernimmt auch die Lastenradfahrten. Sie besitzt eigenen Angaben zufolge eine tiefe Expertise im Bereich der Logistik auf der letzten Meile mit Lastenrädern und elektrischen Kleinfahrzeugen (LEV – light electric vehicles).

Unterschiedliche Mobilitätsangebote werden kombiniert

Neben der Stadt Michelstadt und Rewe konnten das Mobilfunkunternehmen Vodafone sowie den Premium-Bike-Hersteller Riese & Müller als assoziierte Projektpartner gewonnen werden. Vodafone stellt die nötige Mobilfunk-Infrastruktur zur Verfügung, damit die Wingcopter-Drohnen auf dem gesamten Flug eine sichere und stabile Verbindung zur Bodenstation haben. Die eingesetzten Lastenräder werden vom ebenfalls im Odenwald ansässigen E-Bike-Pionier Riese & Müller produziert und bereitgestellt.

Jörg Matheis, Chief Communication Officer bei Riese & Müller: „Wir freuen uns sehr, dass wir bei diesem spannenden und innovativen Projekt dabei sind. Besonders die Kombination unterschiedlicher und klimafreundlicher Mobilitätsangebote macht dieses Projekt so wichtig.“ (bm)

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