Einkaufsmanager-Index Der Krieg im Nahen Osten heizt die Inflation an

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Der monatlich von S&P Global zusammen mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) erstellte Einkaufsmanager-Index zeigt eindeutig nach oben – trotz oder gerade wegen der zu erwartenden Preissteigerungen aufgrund der Lage im Nahen Osten.

Der Kostendruck und die Verzögerungen in den Lieferketten aufgrund des Kriegsausbruchs im Nahen Osten nehmen zu.(Bild: ©  rifatstock - stock.adobe.com)
Der Kostendruck und die Verzögerungen in den Lieferketten aufgrund des Kriegsausbruchs im Nahen Osten nehmen zu.
(Bild: © rifatstock - stock.adobe.com)

„Erneut deutliches Wachstum bei Produktion und Auftragseingängen.“ Unter normalen Umständen eine super schöne Meldung, möchte man meinen, die der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) da aus seinem zusammen mit S&P Global ermittelten Einkaufsmanager-Index ableitet. Nur: Wir leben nun einmal nicht in normalen Zeiten. Heißt: Die Teilnehmer der aktuellen Umfrage, das sind regelmäßig 500 Einkaufsleiter und Geschäftsführer der verarbeitenden Industrie in Deutschland, begründeten die höheren Auftragseingänge nämlich nicht mit glänzenden Konjunkturaussichten, sondern mit Bemühungen der Unternehmen, Sicherheitsbestände aufzubauen und damit weiteren Preissteigerungen zuvorzukommen.

Inflation auf Höchststand sei Oktober 2022

Auch die Auslandsaufträge hätten angezogen und wären so deutlich gewachsen wie seit neun Monaten nicht mehr. Zugleich sei die Einkaufsmenge aufgestockt worden, der entsprechende Index auf den höchsten Stand seit Juni 2022 gestiegen. Ein stärkerer Rückgang sei dagegen bei den Vormaterial- und Fertigwarenlagern gemeldet worden. Die Produktion sei auf den höchsten Stand seit über vier Jahren geklettert, getragen vom Vorleistungs- und Investitionsgüterbereich, während Konsumgüter weniger nachgefragt worden seien.

Nun aber zur anderen Seite der Medaille: Die befragten Manager verspürten im März gegenüber Vormonat einen deutlichen Kostendruck: Die Inflationsrate sei auf den höchsten Stand seit Oktober 2022 geklettert. Als Gründe hierfür nannten die Teilnehmer der Befragung auf der einen Seite den sprunghaften Anstieg der Energiepreise, andererseits die höheren Transport- und Rohstoffpreise. Und die Verkaufspreise wären ebenfalls angezogen, weil einige Firmen versucht hätten, die gestiegenen Kosten teilweise an ihre Kunden weiterzugeben.

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