Flughafenlogistik Einsatzmöglichkeiten autonomer Fahrzeuge bei Vorfeldtransporten

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Das Luftfrachtgeschäft passiert bekanntlich nur zu einem Teil in der Luft. Am Boden ist auch jede Menge zu tun. Beispielsweise durch Transporte auf dem sogenannten „Vorfeld“. Fracht kommt nicht, wie bei der Passage üblich, per Fluggastbrücke oder Bus angefahren, sondern muss mit speziellen Fahrzeugen ans und ins Flugzeug gebracht werden. Das soll bald autonom und digitalisiert geschehen ...

Im Teilprojekt „Autonome Outdoor Frachttransporte“ wird am Stuttgarter Flughafen der Einsatz eines autonomen Fahrzeugs des britischen Herstellers Aurrigo erprobt.(Bild:  Leif Piechowski/LICHTGUT)
Im Teilprojekt „Autonome Outdoor Frachttransporte“ wird am Stuttgarter Flughafen der Einsatz eines autonomen Fahrzeugs des britischen Herstellers Aurrigo erprobt.
(Bild: Leif Piechowski/LICHTGUT)

Das Forschungsprojekt „Digitales Testfeld Air Cargo“ der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) sowie weiteren Praxispartnern hat zum Ziel, die Effizienz und Leistungsfähigkeit der Luftfracht-Transportkette durch bessere Vernetzung aller Beteiligter und Digitalisierung von Abläufen zu steigern. Gefördert wird das aus sechs Teilprojekten bestehende Forschungsprojekt mit 13,7 Millionen Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV). Im Teilprojekt 5 „Autonome Outdoor Frachttransporte“ wird der Einsatz eines autonomen Fahrzeugs des britischen Herstellers Aurrigo (siehe Bild) erprobt. Beteiligt sind an der Testphase außer der Frankfurt UAS und dem Fraunhofer-IML noch der Stuttgarter Flughafen, Fraport, Sovereign Speed sowie Kravag-Versicherungen. Der Stuttgarter Flughafen insbesondere deshalb, weil er als Standort für das Testfeld gewonnen werden konnte.

Die Demonstration des autonomen Fahrzeugs am Flughafen Stuttgart zeigt deutlich, dass das ,Digitale Testfeld Air Cargo‘ einen unmittelbaren Beitrag zur Weiterentwicklung der Frachtabfertigung auf dem Vorfeld leistet.

Oliver Luksic, parlamentarischer Staatssekretär im BMDV

Den Worten Luksics zufolge können durch den Einsatz autonomer Fahrzeuge auf dem Vorfeld von Flughäfen Prozesse effizienter und sicherer gestaltet werden. „Dies ist ein entscheidendeer Schritt hin zu einer digitalen und vernetzten Luftfracht-Transportkette“, so der Staatssekretär.

Einsatz in den nächsten fünf Jahren

Trotz der Demo in Stuttgart ist das Forschungsprojekt an der Frankfurt UAS im Institute for Aviation & Tourism (IAT) verortet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Benjamin Bierwirth treibt ein Team wissenschaftlicher Mitarbeitender die Konzeption, Entwicklung und Demonstration im House of Logistics and Mobility (HOLM) in enger Kooperation mit dem Fraunhofer-IML voran, das einen Standort im HOLM betreibt. „Die Demonstration zeigte eindrucksvoll die Fortschritte beim autonomen Fahren. Selbst anspruchsvolle Aufgaben können von den hochautomatisierten Fahrzeugen übernommen werden und entlasten so das (knappe) Personal von zeitintensiven Aufgaben“, sagt Bierwirth, und weiter: „Ich erwarte, dass diese Fahrzeuge in den nächsten fünf Jahren im operativen Dauerbetrieb an großen Flughäfen zu sehen sein werden.“ (bm)

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