Genehmigt Erlaubnis für umstrittene Erdgasförderung vor Borkung ist erteilt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Über die Förderung von Erdgas in der Nordsee vor Borkum wird seit Jahren gestritten und auch dagegen protestiert. Eine niedersächsische Behörde hat das Vorhaben des Konzerns One-Dyas jetzt genehmigt.

Ein weiterer Schritt in Richtung Erdgasförderung vor Borkum und Schiermonnikoog getan! Die Genehmingung dafür ist jedenfalls von deutschen Behörder erteilt. Die Bohrungen könnten bald beginnen – doch es regt sich auch Widerstand seitens Umweltschutz und Inselvolk.(Bild:  H. Kogge)
Ein weiterer Schritt in Richtung Erdgasförderung vor Borkum und Schiermonnikoog getan! Die Genehmingung dafür ist jedenfalls von deutschen Behörder erteilt. Die Bohrungen könnten bald beginnen – doch es regt sich auch Widerstand seitens Umweltschutz und Inselvolk.
(Bild: H. Kogge)

Die umstrittene Erdgasförderung in der Nordsee vor der Insel Borkum schein anzlaufen, denn das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover erteilte dem niederländischen Energiekonzern One-Dyas eine auf 18 Jahre befristete Genehmigung für die Bohrungen, die unter dem Meeresboden in deutsches Gebiet reichen. Die Förderung geschieht dabei mit Partnern. Die Genehmigung sei durch das niedersächsische Wirtschaftsministerium erfolgt. Dabei sei geregelt, dass die Förderung vorzeitig ende, sobald durch die angestrebte Wärmewende in Deutschland kein Erdgas mehr als Energieträger benötigt werde. One-Dyas will noch in diesem Jahr damit beginnen, aus einem Feld vor den Inseln Borkum und Schiermonnikoog Erdgas zu fördern. Geplant sind Bohrungen in einer Tiefe von 1,5 bis 3,5 Kilometern. Die erwartete förderbare Menge Erdgas für das gesamte Vorhaben belaufe sich auf 4,5 bis 13 Milliarden Kubikmeter. Es sollen jährlich bis zu zwei Milliarden Kubikmeter Gas über die geplante Plattform gefördert werden können. Und allein im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Bundesnetzagentur in Deutschland rund 81 Milliarden Kubikmeter Gas verbraucht.

Erdgasförderung ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern

Ob nahe dem niedersächsischen Nationalpark Wattenmeer künftig tatsächlich nach Gas gebohrt wird, ist durchaus noch fraglich. Denn es wird noch ein völkerrechtliches Abkommen mit den Niederlanden benötigt, weil das Gas sowohl in niederländischen als auch in deutschen Hoheitsgebieten gefördert wird. Die im Jahr 2022 begonnen Gespräche dazu laufen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums aber noch. Ein Ende ist noch nicht abzusehen, wie die dpa erfahren hat. Auch ist zu erwarten, dass gegen den Planfeststellungsbeschluss auf deutscher Seite gerichtlich vorgegangen wird. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, vor Gericht zu ziehen, sollte das Vorhaben von den niedersächsischen Behörden genehmigt werden. Umweltschutzverbände und Insulaner in Deutschland und in den Niederlanden lehnen das Projekt auch ab. Sie befürchten Umweltschäden für das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer.

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