Flurförderzeuge Erneut drastischer Stellenabbau bei Jungheinrich
Angesichts der anhaltend negativen Markt- und Geschäftsentwicklung hat der Vorstand der Jungheinrich AG am beschlossen, die bisherigen Anpassungsmaßnahmen gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erheblich zu verstärken.
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In einer Ad-hoc-Meldung teilt Staplerhersteller Jungheinrich mit, dass sich der Markt- und Geschäftsrückgang im Bereich Gabelstapler weiter fortsetzt. Zudem sei das Halbjahresergebnis durch hohe Einmalkosten belastet.
Der Jungheinrich-Vorstand wird der Meldung zufolge den Aufsichtsrat in einer Sondersitzung Anfang August 2009 über das umfangreiche Maßnahmenpaket informieren. Ziel der Maßnahmen sei es, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern und ab dem Jahr 2010 wieder eine „der wirtschaftlichen Lage angemessene Rendite“ zu erzielen.
Belebung am Staplermarkt nicht vor Mitte 2010 erwartet
Mit der Entscheidung, den Umfang seiner bisher definierten Anpassungsmaßnahmen auszuweiten, trägt der Vorstand dem anhaltenden Einbruch des weltweiten Marktvolumens für Flurförderzeuge von unverändert rund 50% Rechnung. Für das Geschäftsjahr 2009 wird – bei weiter bestehender Unsicherheit in der Markteinschätzung – ein weltweiter Rückgang um rund 40% auf etwa 520000 Stapler (Vorjahr: 872000 Stapler) erwartet. Vor dem zweiten Halbjahr 2010 sei aus heutiger Sicht mit keiner Belebung des Marktes für Flurförderzeuge zu rechnen, heißt es.
Jungheinrich plant weiteren Stellenabbau in Produktion und Vertrieb
Aus dem neu beschlossenen Maßnahmenpaket werden Jungheinrich in der zweiten Jahreshälfte 2009 zusätzlich erhebliche Einmalkosten vor allem in Verbindung mit beabsichtigten Personalanpassungsmaßnahmen entstehen, heißt es. Zusätzlich zu den zu Jahresbeginn bereits abgebauten 300 Arbeitsplätzen an den deutschen Produktionsstandorten sei ein weiterer Kapazitätsabbau von rund 500 Arbeitsplätzen notwendig, um die Werke strukturell den nachhaltigen Markterfordernissen anzupassen.
In Ergänzung zu den vor allem im Auslandsbereich bereits eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen von rund 400 Mitarbeitern im Jungheinrich-Vertrieb sei ein weiterer Personalabbau von voraussichtlich 150 Mitarbeitern im In- und Ausland notwendig.
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