Additive Fertigung

Ersatzteile „on demand“ für die Getränkeabfüllung

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Nach Lebensmittelrecht stehen Sauberkeit und Hygiene ganz oben im Anforderungsprofil. Edelstahl zählt daher zu den bevorzugten Materialien der Branche. Produktionsraten von 40.000 bis 80.000 Flaschen oder Dosen pro Stunde sind keine Seltenheit. Die Branche „lebt“ Geschwindigkeit. Bei einem Stillstand knickt die Wirtschaftlichkeit schnell ein. Fehlersuche, Ersatzteil anfordern, Versand und Einbau – das kann im schlimmsten Fall ein paar Tage dauern und zu Lieferverzögerungen an den Handel führen.

Stillstand wird schnell teuer

Je nach Größe und Abfüllleistung der gesamten Abfüllstraße kostet eine Stunde Produktionsausfall zwischen 4000 und 30.000 Euro. So oder so muss der Abfüller dann auf andere Abfüllstraßen ausweichen und diese erst einmal auf die Gebinde anpassen. Für einen Produktionsleiter sind dies Stresssituationen, die er und seine Mitarbeiter natürlich gerne vermeiden.

Ein additiv gefertigter Dosenabfüller kann in einem Arbeitsgang, also ohne Montage, und on demand in einer Woche gefertigt werden.
Ein additiv gefertigter Dosenabfüller kann in einem Arbeitsgang, also ohne Montage, und on demand in einer Woche gefertigt werden.
(Bild: Concept Laser)

Thomas Lehmann: „Wir haben den Kunden gesagt: Das muss nicht so sein. Additiv gefertigte Edelstahlbauteile können bei Bedarf gedruckt und auch noch konstruktiv optimiert werden. Da haben die meisten Kunden erst einmal ungläubig geschaut, weil wir mit so einer revolutionären Idee auftraten.“ Faktisch konnte Jung & Co. die altgedienten Kunden der Getränkeindustrie schnell auf das Additive Manufacturing einstellen. Thomas Lehmann erwähnt dazu das Beispiel eines Dosenfüllventils für Getränkeabfüllanlagen.

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Über den Autor

Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Fachredakteur, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG