E-Lkw Erste Megawatt-Ladung für Elektro-Lkw weltweit

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Heute wurden an der Technischen Universität München (TUM) die ersten Prototypen für das Megawatt-Laden von batterieelektrisch angetriebenen Lastkraftwagen vorgestellt. Mit dabei: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Bei der „NEFTON“-Projektvorstellung im niederbayerischen Plattling darf Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (3.v.r.) natürlich nicht fehlen.(Bild:  TUM)
Bei der „NEFTON“-Projektvorstellung im niederbayerischen Plattling darf Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (3.v.r.) natürlich nicht fehlen.
(Bild: TUM)

Die „frohe Botschaft“ gleich ganz oben: Zum Aufladen elektrisch angetriebener Lastkraftwagen reicht künftig die gesetzlich vorgeschriebene Lenkzeitpause für Fahrerinnen und Fahrer. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft arbeitet die Technische Universität München (TUM) daran, batterieelektrische Lkw nicht nur „auf der letzten Meile“, sondern auch im Güterfernverkehr einsetzen zu können. Einen entscheidenden Schritt nach vorne stellt dabei nach Aussage der TUM die Technologie des Megawatt-Ladens dar. Am nahe der A 92 gelegenen Technologie Campus Plattling (TC Plattling) südwestlich von Deggendorf wurden am Freitag die ersten Prototypen im Beisein von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vorgestellt. Nach Angaben der TUM ermöglichen es die Ladesäulen sowie der Lkw es erstmals, binnen der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitpause von 45 Minuten die Lkw-Batterien für 4,5 Stunden Betriebszeit aufzuladen – ohne zusätzliche Wartezeiten.

Die wissenschaftlichen Fakten sprechen eine klare Sprache: Batterieelektrische Lkw haben einen Wirkungsgrad von etwa 75 Prozent.

Prof. Markus Lienkamp, TU München, Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik

Davon wären Brennstoffzellen-Lkw mit nur 26 Prozent Wirkungsgrad und E-Fuels mit einem Wirkungsgrad von nur 14 Prozent „meilenweit entfernt“, wie Lienkamp es ausdrückt. Wermutstropfen: Für den tatsächlichen effektiven Einsatz von Elektro-Lkw fehle noch die Intrastruktur an den Hauptverkehrsrouten. „Hierfür ist die Technologie des Megawatt-Ladens ein gewaltiger Schritt nach vorne“, ergänzt der Hochschullehrer.

Die Wissenschaft hat vorgelegt ...

Dr. Frederik Zohm, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei MAN Truck & Bus, sagt anlässlich der Projektvorstellung: „Wir haben es mit ,NEFTON‘ geschafft, Technologien zu entwickeln, um E-Lkw innerhalb kürzester Zeit und mit einer Leistung von über 1.000 Kilowatt zu laden. Im Forschungsfokus standen dabei die Praxistauglichkeit, die Kosten sowie die Netzanschlussleistung. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern haben wir klar gezeigt, dass Elektro-Lkw und Megawattladen die perfekte Kombination für die umfassende Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs sind. Die Technologie ist da, nun gilt es, den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Markt in engem Schulterschluss von Politik, Energiewirtschaft und Fahrzeugherstellern voranzutreiben.“

Übrigens: Das Akronym „NEFTON“ steht für „Nutzfahrzeugelektrifizierung für Transportsektor-optimierte Netzanbindung“. An „NEWTON“ sind neben der TUM und MAN noch beteiligt: die AVL Software and Functions GmbH, die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. (FfE), das Fraunhofer-ISE, Prettl Electronics Automotive sowie die Technische Hochschule Deggendorf. (bm)

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