Barcode Erstes „Beepen“ vor 50 Jahren
Anbieter zum Thema
Was für die US-Amerikaner eine Kaugummi-Packung war, hat sich wenig später in Deutschland bei einer Gewürzmischung wiederholt: Der erste Barcode wurde über dem großen Teich in einem Supermarkt gescannt.
Der Wrigley’s-Kaugummi selbst hat den 50. Geburtstag der Auto-ID-Technik des Scannens aber nicht mehr erlebt. Laut Mars, das hinter der Marke steckt beziehungsweise stand, seien „rückläufige Entwicklungen“ der Auslöser dafür gewesen, dass man seinen einstigen Bestseller zum Kauen vom Markt genommen hat. Auf welcher Gewürzmischung der Barcode im Juli 1977 in Deutschland landete, ist nicht sicher überliefert. Jedenfalls führte das Einzelhandelsunternehmen Carl Doderer, das später von der Schwarz-Gruppe übernommen wurde, als erstes deutsches Unternehmen Scannerkassen und damit den Barcode in seinen Augsburger Verbrauchermärkten ein.
10 Milliarden „Beeps“ pro Tag
Barcodes sind nicht nur aneinander gereihte Striche: Sie verbinden physische Produkte mit den Informationen, die diese Produkte begleiten und die in den Liefernetzwerken von den Beteiligten bis hin zum Checkout an der Supermarktkasse genutzt werden. Inzwischen sind weltweit mehr als 1 Milliarde Produkte mit einem Barcode ausgezeichnet und täglich macht es rund um den Globus mehr als zehn Milliarden Mal „Beep“. Die BBC zählte den markanten Strichcode einst zu den „50 things, that made the modern economy“. Ganz aktuell wird der Barcode gerne als ein sogenannter „Enabler“ für neue Point-of-Sale-(POS-)Technologien bezeichnet, wie zum Beispiel die derzeit boomenden Self-Checkout-Systeme oder die Scan & Go-Lösungen im Einzelhandel, bei denen die Kundinnen und Kunden den Scanvorgang selbst übernehmen. Weit über die Logistik von Handel und der Konsumgüterbranche hinaus profitieren viele Branchen – unter anderen das Gesundheitswesen, der Maschinenbau oder auch die Bahnbranche − von der Transparenz, der Effizienz und der Sicherheit, die der Barcode bietet.
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich und lesen Sie weiter
Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie registriert sein. Die kostenlose Registrierung bietet Ihnen Zugang zu exklusiven Fachinformationen.
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen