Binnenschifffahrt Erstes deutsches Remote Operations Center für Binnenschiffe am Netz

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Gemeinsam mit seinen Projektpartnern HGK Shipping und der Reederei Deymann hat der belgische Technologie- und Serviceanbieter Seafar jetzt Deutschlands erste Zentrale für ferngesteuerte Binnenschifffahrt eröffnet. Der Standort ist Duisburg.

Vom nagelneuen Duisbuger Remote Operations Center aus können Schiffe auf Binnenwasserstraßen von Land aus navigiert werden.(Bild:  Seafar)
Vom nagelneuen Duisbuger Remote Operations Center aus können Schiffe auf Binnenwasserstraßen von Land aus navigiert werden.
(Bild: Seafar)

Mithilfe der innovativen Technik im Duisburger Remote Operations Center will man dem Fachkräftemangel entgegenwirken, dem auch die Binnenschifffahrt nicht entkommt. Wie Seafar in einer Pressemeldung mitteilt, kommen solche „besatzungsreduzierten Konzepte“ für unterschiedliche Typen von Binnenschiffen in Belgien und den Niederlanden inzwischen erfolgeich zur Geltung. Wie es heißt, arbeiten die Partner daran, die bereits erhaltenen Genehmigungen für den angelaufenen Testbetrieb auf dem Niederrhein zu nutzen und mit den Behörden weitere Fahrtgebiete für diesen „richtungsweisenden Lösungsansatz“ auszuweisen. Aktuell befinden sie sich beispielsweise in der Antragsphase für Streckenabschnitte im nordwestdeutschen Kanalgebiet sowie auf dem Mittellandkanal und weiteren Teilstücken des Rheins.

Unser Schritt auf die Binnenwasserstraßen der größten Volkswirtschaft Europas stellt auch für unser Unternehmen einen Meilenstein dar.

Janis Bargsten, Chief Commercial Officer bei Seafar

Zusammen mit den Seafar-Partnern HGK Shipping und Reederei Deymann, die zusammen bisher fünf Schiffe für dieses Vorhaben ausgerüstet haben, will Seafar „einen wertvollen Beitrag zur Modernisierung des Verkehrsträgers und des Berufsbildes beitragen“.

Beruf und Familie besser vereinbar

Als führendes Binnenschifffahrtsunternehmen in Europa sieht sich HGK Shipping bei der Entwicklung der Branche als treibende Kraft. Das gelte gleichermaßen für den Bau neuer, ressourcenschonender Schiffe wie bei der Verwendung jeder innovativer Lösungen, die mit der Digitalisierung im Alltag umsetzbar werden. HGK-Shipping-CEO Steffen Bauer: „Wenn ehrgeizige Klimaschutzziele in den kommenden Jahren und Jahrzehnten erreicht werden sollen, kann dies nur mit der Binnenschifffahrt und der Verlagerung von Güterverkehren auf die Wasserstraßen gelingen.“

Martin Deymann, Geschäftsführer der Reederei Deymann, ergänzt: „Die Fernsteuerung von Land aus kann dem Berufszweig einen großen Attraktivitätsschub geben. Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch eine Beschäftigung näher am Wohnort gibt wertvolle Anreize, in der Binnenschifffahrt zu bleiben oder dort anzufangen. Dabei geben die Fernsteuerungszentrale und der damit verbundene Digitalisierungsschub für diese traditionsreiche Profession einen sehr wichtigen Impuls.“ (bm)

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