Ergonomie Erstes Exoskelett-Pilotprojekt an deutschem Flughafen im Regelbetrieb

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Der Flughafen Paderborn/Lippstadt tut etwas für seine Mitarbeiter und investiert in die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung. Als erster deutscher Flughafen setzt man im Regelbetrieb auf Exoskelett-Technologie beim Be- und Entladen der Flieger.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist der erste in Deutschland, der Exoskelette beim Be- und Entladen von Flugzeugen im Regelbetrieb einsetzt.(Bild:  Ottobock)
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist der erste in Deutschland, der Exoskelette beim Be- und Entladen von Flugzeugen im Regelbetrieb einsetzt.
(Bild: Ottobock)

Den Impuls für den Einsatz von Exoskeletten, erst einmal in einer sechswöchigen Pilotphase, hat GATE gegeben, der Verband der Flughafenausrüster. Zum Einsatz kommt in Paderborn das Rücken-Exoskelett „IX BACK AIR“. Die Arbeitshilfe aus dem Hause „SUITX by Ottobock“ wurde dort in den Arbeitsalltag integriert. Zum Einsatz kommen die Exoskelette im Flugzeugbauch, einem beengten Bereich, wo es besonders darauf ankommt, Gepäckstücke effizient zu stapeln und zu verladen. Mitarbeitende bekommen jetzt gezielte Unterstützung für ihren Rücken und die Gelenke, denn die Ottobock-Arbeitshilfen reduzieren Belastungsspitzen und fördern dabei die natürliche Körperhaltung.

Das Exoskelett unterstützt meinen Rücken enorm beim Heben – besonders, wenn ich im Flugzeugbauch ,Koffer-Tetris‘ spiele.

Markus Dransmann, Betriebsleiter der Westphalian Ground Services

Betriebsleiter Dransmann gibt sich schon beim ersten Tragen der Arbeitshilfe überrascht: „Das Exoskelett trägt sich angenehm und ist erstaunlich leicht. Eine großartige Lösung für meinen Rücken – und eine Investition in meine Zukunft.“

Sensoren ermitteln objektive Daten

Umgesetzt wurde das Pilotprojekt im Oktober und November 2024, initiiert und unterstützt vom GATE-Netzwerk, in dem sich mehr als 100 Unternehmen mit innovativen und integrierten Flughafen-Technologien beschäftigen. Im Blickpunkt des Piloten standen nach Angaben von Ottobock Sensormessungen zur Erhebung objektiver Daten und eine Befragung von vier Teilnehmern zu ihren subjektiven Eindrücken. Aber es gibt auch „harte Fakten“: Mit dem „IX BACK AIR“ konnten die Mitarbeiter ihre Bandscheibenkompression in der Lendenwirbelsäule aus dem überwiegend kritischen Bereich (87 Prozent rot, 12 Prozent gelb) in eine mehrheitlich moderate Belastungszone überführen (22 Prozent rot, 71 Prozent gelb). Die Maximalbelastung sei nachweislich um 12 Prozent gesunken, wie es heißt.

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