MDE EU-Energielabel setzt neue Maßstäbe für mobile Endgeräte

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Mobile Endgeräte halten immer stärker Einzug in die Logistik. Ab dem 20. Juni wird ein neues Energielabel für diese Geräte in der EU verpflichtend. Es gilt für Tablets und Smartphones, ein vergleichbares Label für Laptops sei bereits in der Entwicklung, wie es heißt.

Das neue EU-Energielabel für mobile Endgeräte soll Maßstäbe für langlebige Elektronik setzen.(Bild:  Europäische Kommission)
Das neue EU-Energielabel für mobile Endgeräte soll Maßstäbe für langlebige Elektronik setzen.
(Bild: Europäische Kommission)

Das neue Label soll, wie es heißt, „eine neue Ära im europäischen Produktschutz signalisieren“: Erstmals bewertet ein EU-weit einheitliches und vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) maßgeblich mitentwickeltes Label neben der Energieeffizienz auch die Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Geräten. Insbesondere die Langlebigkeit der genutzten Geräte spielt ja eine maßgebliche Rolle für die Umweltbelastung, denn die Umwelt wird bei der Produktion der Geräte weniger belastet und auch die Anschaffungskosten sind niedriger, denn es müssen weniger neue Geräte gekauft werden.

Mit dem neuen EU-Energielabel rücken wir Zuverlässigkeit und Reparierbarkeit für mobile Endgeräte in den Mittelpunkt.

Karsten Schischke, Projektleiter und Ökodesign-Experte beim Fraunhofer-IZM

Ein besonderer Meilenstein des neuen Energielabels soll sein, dass die neue Kennzeichnung erstmals EU-weit eine standardisierte Reparierbarkeitsbewertung einführt. Und noch viel wichtiger, als dass ein Gerät gut zu reparieren ist, sei dessen gute Haltbarkeit. Deshalb gibt es zum Reparierbarkeits-Index noch drei zusätzliche Bewertungen obendrauf: So wird die Robustheit gegenüber Stürzen dargestellt und auch der Schutz gegenüber dem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit erhält mit der Angabe der IP-Klasse einen prominenten Platz auf dem Label.

Ein Hoch auf die Reparatur

Und auch um die Energieversorgung der Gadgets wird sich gekümmert: Batterien sollen mindestens 800 Ladezyklen überstehen und dabei 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität behalten. Es ist zu erwarten, dass viele Smartphones Batterieladezyklen von deutlich über 1.000 erreichen und damit eine Differenzierung gegenüber Produkten möglich wird, die nur die Minimalanforderungen einhalten.

Zusätzlich verpflichtet die neue Ökodesign-Verordnung die Hersteller, kritische Ersatzteile mindestens sieben Jahre lang zur Verfügung zu halten. Ebenfalls müssen sie einen diskriminierungsfreien Zugang zu notwendiger Software und Firmware für Reparaturmaßnahmen gewährleisten. Da kriegt man doch richtig Lust auf ein neues Gerät ...

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