Rohstoffquelle Lithium-Gewinnung in Ostdeutschland ist strategisch wichtig

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Die EU-Kommission stuft zwei Bergbauprojekte zur Förderung von Lithium in Sachsen und Sachsen-Anhalt als strategisch wichtige Projekte für diesen kritischen Rohstoff ein ...

Ohne Lithium gibt es laut Experten keine Energiewende. Doch das meiste davon muss aus Asien importiert werden. Nun hat die EU-Kommission aber zwei Lithium-Abbauprojekte in Ostdeutschland als strategisch wichtig für Europa eingestuft. Lesen Sie hier, was das bedeutet ...(Bild:  Mineralshow)
Ohne Lithium gibt es laut Experten keine Energiewende. Doch das meiste davon muss aus Asien importiert werden. Nun hat die EU-Kommission aber zwei Lithium-Abbauprojekte in Ostdeutschland als strategisch wichtig für Europa eingestuft. Lesen Sie hier, was das bedeutet ...
(Bild: Mineralshow)

Mit der Einstufung der EU gehören die beiden Projekte des Unternehmens Neptune Energy in Salzwedel und von Zinnwald Lithium in Zinnwald-Georgenfeld zu einer Gruppe von insgesamt sogar 46 neuen Projekten in 16 EU-Mitgliedsstaaten, die künftig besonders vorangetrieben werden sollen, wenn es um kritische Rohstoffe geht. Acht der Projekte sind in Deutschland verortet. Insgesamt hatte es 171 Bewerber gegeben. Die 46 von der EU-Kommission nun ausgewählten Vorhaben sollen unter anderem von beschleunigten Genehmigungsverfahren sowie einem verbesserten Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten profitieren. Das Ziel sei eine echte Wertschöpfungskette von der Mine bis zum Recycling zu schmieden. Bis 2030 will die EU nämlich zehn Prozent ihres Rohstoffbedarfs über eigene Abbauprojekte abdecken. Beim Lithiumabbau sehe man dieses Ziel in absehbarer Zeit als erreichbar an. Der Status als strategisches Projekt bestätige das Potenzial der Altmark für die europäische Rohstoffsicherheit.

Das haben Zinnwald Lithium und Neptune Energy vor:

Das Unternehmen Zinnwald Lithium plant demnach den Abbau von Lithium aus Festgestein unterhalb von Zinnwald-Georgenfeld – unmittelbar an der Grenze zu Tschechien, wo ein Lithium-Projekt zum Abbau desselben Erzkörpers auf tschechischer Seite den EU-Status als kritisches Projekt bereits bekommen hat. Bisher war von einem jährlichen Abbauvolumen von maximal 1,5 Millionen Tonnen Lithium-Erz in Sachsen die Rede. In diesem Jahr war die Muttergesellschaft Zinnwald Lithium Plc vollständig vom niederländischen AMG Lithium-Konzern übernommen worden. In Bitterfeld-Wolfen hat AMG Lithium außerdem Europas erste Lithiumhydroxid-Raffinerie in Betrieb genommen. Und Neptune Energy erprobt in der Altmark die Gewinnung von Lithium aus Thermalwasser in einer Tiefe bis 4.000 Metern. Eine Pilotanlage zur Erforschung des Verfahrens betreibt das Unternehmen bereits in Salzwedel. Später soll das Lithium im industriellen Maßstab in der Altmark gefördert werden. Das Lithium ist in großer Tiefe im Thermalwasser gelöst, das sich in feinen Poren im Gestein verteilt. Durch Bohrungen und ein spezielles Adsorptionsverfahren soll der Rohstoff dann gewonnen werden.

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