Fahrzeugtransporte Europäischer Fahrzeuglogistikverband fordert Übergangsfristen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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ECG, der Verband der Europäischen Fahrzeuglogistik, ist seit 1997 das Sprachrohr der Fahrzeuglogistikbranche in Europa. Für die Anwendung der neuen VDI-Richtlinie zum Beladen von Autotransportern fordert der Verband jetzt Übergangsfristen.

Die ECG-Mitglieder sind aufgefordert, etwaige Probleme, die sie bei Polizeikontrollen oder an Ladeplätzen feststellen, zu melden.(Bild:  ECG)
Die ECG-Mitglieder sind aufgefordert, etwaige Probleme, die sie bei Polizeikontrollen oder an Ladeplätzen feststellen, zu melden.
(Bild: ECG)

Autotransporter unterliegen in Deutschland der neuen VDI-Richtlinie 2700 – egal ob sie hier nur fahren, beladen oder entladen werden. Kann ein Lkw-Fahrer nicht nachweisen, dass sein Lkw vollständig den neuen Standards bezüglich der Sicherung von Fahrzeugen auf Lkw entspricht, drohen Bußgelder oder ein Verbot, an Werken zu laden. Tausende von Lkw müssen zertifiziert werden, doch laut den Aufbauherstellern haben bis jetzt weniger als die Hälfte der Fahrzeuge die erforderliche Zertifizierung erhalten. Verschiedene Engpässe würden den Prozess verzögern, heißt es. Während eines Webinars mit über 200 Teilnehmern am 24. September sei deutlich geworden, dass die Zeit für die ECG-Mitglieder (European Car-Transport Group of Interest) unzureichend sei. Deshalb fordere die ECG sowohl die Polizeibehörden als auch die OEM auf, dies zu berücksichtigen.

Eine Richtlinie, die sich über 15 Jahre bewährt hat, kann nicht von einem Tag auf den anderen als unzulänglich und verkehrsgefährdend angesehen werden.

Frank Schnelle, designierter Geschäftsführer von ECG

Wie der ECG konstatiert, ist eine Übergangsfrist für alle beteiligten Parteien notwendig, um zu verhindern, dass die Hälfte der europäischen Autotransporterflotte vom deutschen Markt ausgeschlossen wird – denn das wäre die Konsequenz der momentanen Situation. „Wir wollten unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, um ein besseres Bild der aktuellen Situation zu bekommen“, erklärt Schnelle zum Webinar.

VDI-Richtlinie aktueller Stand der Branche

Wie von Seiten der ECG verlautbart, hätten dessen Mitglieder die Zertifizierung und Schulung der Fahrer nicht rechtzeitig abschließen können. Und laut den Aufbauherstellern könne es sogar noch mehrere Monate dauern, bis alles geregelt sei.

Laut den Statuten des VDI unterliegen deren Richtlinien einer regelmäßigen Überprüfung. Um interne Fristen einzuhalten, musste die neue VDI-Richtlinie 2700 bis September 2024 offiziell veröffentlicht werden, nachdem im vergangenen Jahr der Entwurf veröffentlicht wurde. Die VDI-Richtlinie ist allerdings nicht rechtsverbindlich. Da das deutsche Straßenverkehrsrecht jedoch den neuesten Stand der Technik und das Wissen über die Ladungssicherung auf Fahrzeugtransportern widerspiegelt, kann die VDI-Richtlinie als aktueller Stand der Branche interpretiert werden. Der VDI merkt jedoch an, dass nur ein Gericht eine solche Entscheidung treffen kann. (bm)

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