Bremsmanöver Experte warnt vor Materialengpässen mit Blick auf Rüstungsambitionen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Peter Buchholz, der Chef der Deutschen Rohstoffagentur, warnt vor möglichen Problemen bei den Rüstungsvorhaben infolge Chinas Exportbeschränkungen ...

Die deutsche und die europäische Rüstung sollte sich nach Ansicht von Experten darauf einstellen, dass sich ihre Produktion auch mal im Schlamm festfahren könnte. Denn wichtige Rohstofflieferungen würden derzeit von China durchaus mit Absicht verknappt ...(Bild:  Schlachtkarl)
Die deutsche und die europäische Rüstung sollte sich nach Ansicht von Experten darauf einstellen, dass sich ihre Produktion auch mal im Schlamm festfahren könnte. Denn wichtige Rohstofflieferungen würden derzeit von China durchaus mit Absicht verknappt ...
(Bild: Schlachtkarl)

Die Deutsche Rohstoffagentur wurde 2010 von der Bundesregierung gegründet und ist Bestandteil der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe mit Sitz in Hannover. Und Peter Buchholz, der Chef derselben, glaubt heute nicht, dass die deutschen Rüstungsanstrengungen ohne Holpern und Stolpern über die Bühne gehen werden: „Die Lage ist ernst“, mahnt Buchholz im Rahmen eines Gesprächs mit der „Zeit“. Denn China verlangt derzeit bekanntlich ein kompliziertes und langwieriges Antragsverfahren, damit es bereit ist, bestimmte Rohstoffe, wie etwa seltene Erden, zu exportieren. Die Volksrepublik argumentiert dabei, dass man so verhindert, dass Materialien, die auch für die Rüstungsindustrie bedeutend sind, nicht ungenehmigt für militärische Zwecke missbrauchen kann.

China will die Verteidigungsfähigkeit ausbremsen!

Die Rohstoffe und etwa daraus gefertigte Magnete werden in der Industrie und eben auch in der Rüstungsbranche benötigt, denn sie stecken bekanntlich in den Antrieben für Elektromotoren oder für Turbinen. Laut Buchholz deutet die Verschärfung der Exportkontrollen darauf hin, dass China die Verteidigungsindustrie und die Mobilitätswende in anderen Ländern mit Absicht lähmen will. Wie gravierend die Folgen der Maßnahmen sein werden, ließe sich derzeit noch nicht abschätzen. Auf jeden Fall müsste man aber mit Ausfällen beim Hochfahren der Rüstung rechnen.

Der schwelende Konflikt mit Taiwan kommt hinzu

Sorge bereite Buchholz vor allem der Konflikt um Taiwan: „Das größte Schreckensszenario ist, dass China Taiwan überfällt und wir in eine Spirale aus Sanktionen und Gegensanktionen geraten und China die Welt mit Exportverboten überzieht.“ Deutschland wäre in einem solchen Fall extrem verletzlich. Sein Appell an die Wirtschaft ist deshalb, dass sie sich dringend und zwingend auf dieses Szenario vorbereiten sollte.

(ID:50611390)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung