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Die Terminals von ADS-TEC müssen den extremen Umgebungseinflüssen in Form von Erschütterung, Staub oder Hitze trotzen. So steigt die Temperatur bei Öffnung der Schmelzöfen naturgemäß sehr schnell um einige 100 °C an – die Umgebungstemperatur in der Halle ist dagegen relativ niedrig. Diese Belastungen müssen sowohl die Geräte als auch die Staplerfahrer aushalten. „Außerdem bringen die sehr starken elektromagnetischen Felder der Elektrolyse für elektronische Geräte extreme Nachteile wie Displayausfälle oder Überspannungsschläge mit sich“, sagt Timo Kohlmeier, Projektleiter auf Seiten des Realisierungspartners Aisci Ident. „Aus diesem Grund kamen nicht sehr viele Terminals am Markt in Frage, die Geräte von ADS-TEC sind entsprechend robust und für diese harten Anwendungsbedingungen geeignet.“
Hardware soll zukünftig noch intensiver genutzt werden
Für die angedachte Erweiterung der Anwendung direkt an der Tiegeloberkante besitzen die Fahrzeuge heute schon die notwendige Hardware, die zukünftig noch effizienter genutzt werden soll. So sei beispielsweise in jedem Saugfahrzeug bereits eine Waage integriert, die während des Saugvorgangs permanent das Gewicht des entnommenen Metalls ermittelt. Zurzeit überwacht noch der Trimet-Mitarbeiter das Sauggewicht und bei Erreichen des Sollgewichtes wird ein Ventil im Fahrzeug von Hand geschlossen, um den Saugvorgang zu beenden.
„In Zukunft wollen wir die Waage auch direkt mit dem Terminal vernetzen“, sagt Jaschek. „Diese kann dann auf ein bestimmtes Abfüllgewicht eingestellt werden, bei dessen Erreichen sie automatisch das Schließen des Ventils veranlasst.“ Um diese Funktionalität nutzen zu können ist es notwendig, mit der Waage kommunizieren zu können. Aufgrund der vorhandenen Ethernet-Schnittstellen könne das Waageterminal relativ problemlos an das VMT angeschlossen werden. Dies sei bei den zuvor eingesetzten Funkgeräten so nicht möglich gewesen.
Mobile Terminals schließen Störungen im chemischen Prozess im Vorfeld aus
Trimet wollte die zuvor bestehende Terminallösung eins zu eins ersetzen und deutlich modernisieren. „Bei dem alten System handelte es sich um einen umgebauten Schmalband-Taxifunk“, erklärt Jaschek. „Die Terminals hatten eine eingebaute Terminalemulation mit einem Acht-Zeilen-Display und arbeiteten demnach direkt auf dem Zentralrechner unter einem spezifischen Benutzerkonto.“ Für die Einführung der Staplerterminals musste zunächst ein funktionsfähiges WLAN-System in den drei Elektrolysehallen von Trimet installiert werden. Eine ganz besondere Herausforderung, denn Funk kann auch hier bei starken Magnetfeldern schnell in seiner Qualität beeinträchtigt werden. Anschließend mussten die Prozesse auf dem Zentralrechner geändert werden.
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