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Dem Dresdener Logistikdienstleister Logsol GmbH ist hinsichtlich der fünf relevanten Ansatzpunkte ein Schritt gelungen, um die Potenziale nachhaltig zu nutzen. Nach mehrmonatiger Entwicklungszeit ist mit dem Kit-to-Light-System ein innovatives Kommissionierkonzept entstanden, das seine Praxistaufe bestanden hat.
Vorkommissionierung bei hoher Variantenvielfalt notwendig
Ausgangspunkt bildet die nach der Optimierung entstandene Anordnung der zu kommissionierenden Güter. Bei getakteten Montagelinien, die just in sequence (JIS) mit Material versorgt werden müssen, stehen sich ein großer Bedarf in hoher Variantenvielfalt am Band, ein geringes Platzangebot und die oft schwankende Nachfrage der OEM (Original Equipment Manufacturer) nach bestimmten Produktvarianten gegenüber. Eine entsprechend ausgerichtete Vorkommissionierung (Kitting) der benötigten Teile für mehrere Produktionstakte aus dem Lager ist somit notwendig.
Der Kittingprozess findet wegen des zu erzielenden hohen Outputs der Linie oft und kurz getaktet statt. Wichtig für den Produktionsfluss ist dabei, dass das Material zur rechten Zeit am richtigen Ort zur Verfügung steht und dass bei der Zusammenstellung der Teile-Sequenz keine Fehler gemacht werden.
Hohe Kosten durch Stillstand der Montagelinie
Kann dieser Punkt nicht garantiert werden, kommt es im schlimmsten Fall zu einem Verschleppen des Linientaktes mit der Gefahr eines Abrisses des Produktstroms. Dies ist umso kritischer, je geringer die Vorlaufzeit der eigenen Produktion gegenüber der des Kunden ausfällt. Die durch einen Stillstand der Montagelinie entstehenden Kosten sind erheblich und multiplizieren sich entlang der gesamten Supply Chain.
Ein System, das unter den genannten Bedingungen optimal arbeitet und den Kommissionierer umfangreich unterstützt, ist das Kit-to-Light-System von Logsol. Es minimiert die Fehler in anspruchsvollen Kommissioniervorgängen und erhöht signifikant deren Geschwindigkeit. Dabei ist es flexibel den baulichen Gegebenheiten des jeweiligen Einsatzortes anpassbar.
Die Technik zum Kommissionieren orientiert sich am Poka-Yoke-Gedanken
Im Kommissionierwagen sind alle benötigten technischen Komponenten integriert. So beinhaltet er neben einem kabellosen Handscanner eine Kontrolleinheit im Griffbereich, die die per WLAN empfangenen Kommissionieraufträge verarbeitet und eine wegeoptimierte Rundreise durch die im System hinterlegte Lagerstruktur berechnet.
Nachdem ein Auftrag eingelastet ist, wird der Kommissionierer zum Entnahmeplatz gelotst (moderiertes Picken), wo er mit dem Handscanner den Barcode am Lagerplatz einscannt – die erste Sicherheitsprüfung. Scannt er den falschen Lagerplatz, zeigt die Kontrolleinheit die richtige Entnahmestelle erneut an. Ist diese erreicht, leuchten am Wagen alle Lampen unter den Behältern, in die kommissioniert werden soll, grün auf. Der Vorgang kann sequenztreu durchgeführt werden.
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