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Die betreffenden Prozesse – von der Anfrage und Anlage eines neuen Artikels bis zur Versandpapiererstellung – müssen definiert, beschrieben und mit dem Wissen um aktuelle Gefahrstoff- und Gefahrgutregelungen angepasst und optimiert werden. Darüber hinaus ist eine IT-Unterstützung durch gefahrstoff- beziehungsweise gefahrgutbetreffende Stammdaten, Funktionalitäten und Auswertungsmöglichkeiten zu gewährleisten.
Gefahrstoffmanagement braucht alle Informationen zum Gefahrgut
So entsteht Stück für Stück der Unterbau für sicheres Gefahrstoffmanagement. Dies gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, sicher, regelkonform und bedarfsgerecht zu agieren, sowie den Unternehmen die Sicherheit, ihren Betrieb mit Blick auf Gefahrstoffe und Gefahrgüter „unter Kontrolle“ zu haben.
Zusammengefasst lässt sich die Aufgabenvielfalt beim Gefahrstoffmanagement wie folgt umschreiben:
- Beschaffung, Erfassung und Auswertung von Informationen zu Gefahrstoff- und Gefahrgutartikeln beziehungsweise zu den entsprechenden Warengruppen,
- Aufsetzen der Prozesse zur Pflege dieser Informationen und ihrer Anbindung an das Lagerverwaltungs- und Auftragsabwicklungssystem,
- Behördenmanagement zur Klärung rechtlicher Anforderungen,
- Lagerreorganisation zur Erfüllung behördlicher und versicherungsseitiger Anforderungen,
- Optimierung von Import-, Lager-, Kommissionier-, Verpackungs- und Versandprozessen zur korrekten Gefahrgutabwicklung,
- Organisationsqualifizierung und Unterweisung der Mitarbeiter,
- Definition und Umsetzung einer bedarfsgerechten IT-Unterstützung aller gefahrstoff- und gefahrgutrelevanten Prozesse.
Bei Gefahrgut auf der sicheren Seite
Woolworth verfügt dank eines entschiedenen Vorgehens im Bereich Gefahrstoff- beziehungsweise Gefahrgutmanagement über eine zukunftsgerichtete Kombination aus Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität. Vom Inverkehrbringen der Artikel bis hin zum Warenausgang aus dem Lager in Bönen kann das Unternehmen auf stringente Prozesse verweisen, die sowohl bei den Mitarbeitern als auch in den IT-Systemen fest verankert sind.
Gefahrstoffmanagement im Handel rückt den Verantwortlichen zunehmend ins Bewusstsein. Erst ein regelmäßig aktualisiertes Wissen um Arten und Mengen eigener Gefahrstoffartikel und um die Einhaltung der relevanten Vorschriften im Betrieb gibt die notwendige Sicherheit, das Gefahrenpotenzial unter Kontrolle zu halten. Dies vermeidet nicht nur im Falle eines Falles Probleme mit Behörden, Gerichten und Versicherungen, sondern hilft letztlich auch, die Kosten für angemessene Sicherheitsmaßnahmen realistisch einschätzen und optimieren zu können.
Dipl.-Ing. Petra Leyk-Voss ist Projektleiterin bei der Agiplan GmbH in 45481 Mülheim an der Ruhr; Udo Brinkmeyer ist Leiter Distribution Center bei der DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG in Frankfurt am Main.
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