Globale Verwerfungen
Handelskonflikte, Engpässe, Automatisierung: Ein Frühjahrs-Check für Einkaufsentscheider

Von René Petri * 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Lieferengpässe, Exportrestriktionen, Personalnot und politische Risiken: 2025 stellt den Einkauf weltweit erneut vor große Herausforderungen. Der Beitrag analysiert, welche Güter besonders betroffen sind, wie sich globale Entwicklungen auf die Supply Chains auswirken – und was Unternehmen jetzt tun müssen, um ihre Einkaufsstrategien zukunftssicher aufzustellen.

Halbleiter: Fortbestehende geopolitische Spannungen zwischen den USA und China erschweren eine stabile Versorgung mit ihnen.(Bild:  Tima Miroshnichenko/Pexels)
Halbleiter: Fortbestehende geopolitische Spannungen zwischen den USA und China erschweren eine stabile Versorgung mit ihnen.
(Bild: Tima Miroshnichenko/Pexels)

Kaum ein Jahr hat so deutlich unterstrichen, wie fragil globale Lieferketten sein können. Der eskalierende Handelskonflikt zwischen China und den USA, neue Exportrestriktionen sowie drohende Zollerhöhungen wirken sich direkt auf die Verfügbarkeit oder auf die Preise strategisch wichtiger Güter aus. Gleichzeitig rücken Fragen rund um Resilienz, Diversifizierung und technologische Transformation noch stärker in den Fokus von Einkaufsentscheidern. Ein Zwischenfazit aus Sicht der Einkaufsberatung zeigt: Die Herausforderungen sind nicht nur vielschichtig, sondern auch miteinander verwoben.

Halbleiter: weiterhin Mangelware; Seltene Erden: geopolitisch aufgeladen

Die Herausforderungen rund um Halbleiter reißen nicht ab. Die zunehmende Automatisierung industrieller Prozesse, der technologische Fortschritt in Mobilität und Produktion sowie der steigende Bedarf an Hochleistungsrechnern und KI-Anwendungen halten die Nachfrage auf konstant hohem Niveau. Gleichzeitig bestehen geopolitische Spannungen fort – insbesondere zwischen den USA und China –, die eine stabile Versorgung zusätzlich erschweren. Der Markt bleibt angespannt, die Risiken hoch.