Einkaufsmanagerindex Erstes Wachstum in Deutschland seit 44 Monaten

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Der HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI) ist im Februar 2026 zum ersten Mal seit mehr als dreieinhalb Jahren wieder gestiegen. Der Indikator hat nach 49,1 Punkten im Januar immerhin 50,9 Punkte erreicht.

Endlich geht es wieder aufwärts: Der HCOB Einkaufsmanager Deutschland weist derzeit in die richtige Richtung ...(Bild:  S&P Global)
Endlich geht es wieder aufwärts: Der HCOB Einkaufsmanager Deutschland weist derzeit in die richtige Richtung ...
(Bild: S&P Global)

Der Optimismus der für Beschaffung und Einkauf verantwortlichen Unternehmenslenker steigt: Ein deutliches Plus bei Produktion und Neuaufträgen sind die Hauptursache dafür, wie der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) postuliert, unter dessen Schirmherrschaft der EMI seit 1996 erscheint. Der HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland beruht auf der Befragung von rund 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland, die repräsentativ für die deutsche Wirtschaft nach Branche, Größe und Region ausgewählt wurden. Wie der BME mitteilt, sei die Produktion im zurückliegenden Februar das zweite Mal in Folge ausgeweitet worden und die Zuwachsrate hätte sich auf den höchsten Stand seit September 2025 beschleunigt. Getragen worden sei der Aufschwung vor allem vom Investitionsgüterbereich. Aber auch die Hersteller von Vorleistungsgütern hätten ein Plus verzeichnen können. Bei den Neuaufträgen sei den Teilnehmenden an der Umfrage zufolge die Nachfrage aus dem In- und Ausland „deutlich angezogen“.

Deutlicher Anstieg der Einkaufpreise

Die Geschäftsaussichten hätten sich im Februar dieses Jahres zum vierten Mal in Folge verbessert und den höchsten Stand seit Februar 2022 erreicht. Optimistisch würden sich die Marktteilnehmenden auch hinsichtlich der allgemeinen Marktlage und der Entwicklung neuer Produkte äußern. Die Umfrageergebnisse zeigten außerdem, dass der Kostendruck für die Hersteller weiter zunehme. So hätten sich die Einkaufspreise so stark verteuert wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Verantwortlich dafür seien höhere Rohstoffpreise (insbesondere Metalle und Elektronik), Energiekosten, Lohnsteigerungen sowie der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM). Zudem zögen die Erzeugerpreise erstmals seit vier Monaten wieder geringfügig an.

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