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Die Ursachen sind vielschichtig
Vier wesentliche Gründe sorgen derzeit für eine Verknappung des Holzangebotes. So wird beispielsweise die für die HPE-Industrie wichtige Fichte aufgrund ihrer Anfälligkeit für Windschäden nach den Stürmen der vergangenen Jahre nicht mehr in ausreichendem Maße aufgeforstet. Dazu kommt die seit Jahren fehlende Bereitschaft der Besitzer von Privatwäldern, das Einschlagvolumen auszuweiten.
„Hier müssen entsprechende Anreize geschaffen werden, sonst wird sich an dieser unbefriedigenden Lage auf Dauer nichts ändern“, so von Lauvenberg. Als dritten Grund hat der Verband eine stark zunehmende Nachfrage nach energetisch verwertbarem Holz ausgemacht. „Dies gilt sowohl für die steigende Endverbrauchernachfrage unter anderem nach Kaminholz, als auch für die Hersteller von Biomasse zum Beispiel aus dem Bereich der Pellets-Herstellung.“
Branche benötigt Flexibilität der kleineren Sägewerke
Außerdem tendiere der Forst dazu, die Großsägewerke zu bevorzugen. Jedoch benötige die Branche die Flexibilität der kleineren Sägewerke. „Nur die mittelständischen Sägewerke können häufig benötigte Sondereinschnitte für Exportverpacker und Sonderpalettenhersteller kurzfristig und in kleinen Mengen liefern. Aber sie erhalten derzeit nicht genügend Rundholz – und die großen Sägewerke sind nicht immer die passenden Lieferanten für die Unternehmen der HPE-Branche.“ Insgesamt bleibe die Sicherstellung der Holzversorgung eine Herausforderung.
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