Flurförderzeuge

In China ist „frugal engineering“ gefragt

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Die im vergangenen Jahr eröffnete Produktionsstätte in Qingpu ersetzte das bisherige Jungheinrich-Montagewerk, das nicht mehr erweitert werden konnte. Die Eröffnung dieses ersten Montagewerkes im Jahr 2006 war seinerzeit ein entscheidender Schritt zur Erschließung des chinesischen Marktes. Zu weiteren Meilensteinen der Hamburger gehören unter anderem die Belieferung der Olympischen Spiele in Beijing im Jahr 2008, der Weltausstellung Expo in Shanghai im Jahr 2010 sowie der olympischen Jugendspiele in Nanjing 2014.

Seit seinem Markteintritt in China verzeichnet Jungheinrich durchschnittlich jährliche Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Jungheinrich-Auftragseingang rund 20 % über dem Wert im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Der Markt in China ist für Jungheinrich von immenser Bedeutung“, sagt Alexander Özbahadir, Sprecher der Geschäftsführung der chinesischen Jungheinrich-Organisation. Derzeit werden in China über 250.000 Fahrzeuge pro Jahr verkauft, hauptsächlich mit Dieselantrieb.

Konzenration gilt den Elektrofahrzeugen

Jungheinrich konzentriert sich in China jedoch ausschließlich auf den 55.000 Fahrzeuge umfassenden Markt für elektromotorisch angetriebene Flurförderzeuge und komplette Lagersystemlösungen. Im Jahr 2014 wird Jungheinrich in China voraussichtlich knapp 4000 Elektrostapler absetzen, davon stammen etwa 2500 Fahrzeuge bereits aus der Produktion in Qingpu. Von diesem Werk werden zusätzlich ungefähr 1000 Stapler in weitere asiatische Wachstumsmärkte geliefert werden. Özbahadir: „Im kommenden Jahr peilen wir bereits die 5000er-Marke an.“ Wenn, ja wenn es Jungheinrich auch künftig gelingt, dringend benötigte Fachkräfte an sich zu binden. Denn „es ist schwer, gute Chinesen zu halten“, weiß Özbahadir. „Ein Shanghaier schweißt nicht, der handelt mit Aktien.“

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