Porträt
Karlsruher Institut für Technologie: 200 Jahre Zukunftsgeschichte

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 4 min Lesedauer

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Als eine der ältesten Technischen Universitäten Deutschlands feiert das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag. Angefangen hat alles mit der Gründung der „Polytechnischen Schule Karlsruhe“.

Teilnehmer der Auftakt-Pressekonferenz zum 200. Jubiläum des KIT.(Bild:  KIT)
Teilnehmer der Auftakt-Pressekonferenz zum 200. Jubiläum des KIT.
(Bild: KIT)

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass ohne die Polytechnische Schule Karlsruhe einige der Deutschland bis heute prägenden Erfindungen nicht gemacht worden wären. Da ist zum Beispiel Mobilitätspionier Carl Benz zu erwähnen, der dafür kämpfte, um am Polytechnikum Karlsruhe zu studieren. Renommiert war die Einrichtung seinerzeit unter anderem aufgrund der herausragenden Lehre von Ferdinand Redtenbacher, dem Avantgardisten des wissenschaftlichen Maschinenbaus. 1860 bestand der 15-jährige Benz die Aufnahmeprüfung und schloss nach vier Jahren sein Maschinenbaustudium ab. Rund 20 Jahre später sprang zum ersten Mal sein Motorwagen an. Oder August Thyssen, der einen der größten europäischen Stahlkonzerne aufbaute. Emil Škoda etwa gründete den gleichnamigen Maschinenbaukonzern. Eugen Langen schließlich entwickelte mit Nikolaus Otto den Ottomotor. Heinrich Buz produzierte den ersten Motor von Rudolf Diesel und gründete MAN mit.

Exzellente Lehre und Forschung

Ein solch geschichtsträchtiges Jubiläum will natürlich gut vorbereitet (und auch durchgeführt) werden. So hatte das KIT bereits am 14. November letzten Jahres zur Pressekonferenz geladen. „Das KIT ist eine erfolgreiche Einrichtung mit einer langen und bemerkenswerten Geschichte voller Erfindungsgeist und Pionierleistungen. Sie steht seit ihrer Gründung für exzellente Lehre und Forschung“, sagte denn auch Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT, während der Veranstaltung. So wegweisend das KIT und seine Vorgängereinrichtungen in den vergangenen 200 Jahren waren – so wegweisend sei es auch auf Zukunftsfeldern wie Energie, künstliche Intelligenz (KI), moderne Mobilitätskonzepte, aber auch Gesundheits- und Nachhaltigkeitslösungen.