Artikelsicherung Keine Chance für Langfinger

Autor / Redakteur: Rolf Jansen und Matthias Grzib / Volker Unruh

Jährlich entstehen dem Einzelhandel allein durch Diebstahl Verluste in Milliardenhöhe. Daher setzen immer mehr Unternehmen elektronische Artikelsicherungssysteme zum Schutz ihrer Waren ein. Das Institut für Distributions- und Handelslogistik testet solche Systeme auf ihre Tauglichkeit.

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Diebstahlprävention ist in Zeiten der Rezession wichtiger denn je. Allein im letzten Jahr verbuchte der Einzelhandel Inventurdifferenzen in einer Höhe von 3,9 Mrd. Euro, so eine Studie des EHI Retail Institutes. Von dieser Summe fielen rund 53%, also etwa 2 Mrd. Euro, auf Ladendiebstähle durch unehrliche Kunden. Ein Schaden von etwa 900 Mio. Euro (rund 23%) wurde durch Diebstähle von Mitarbeitern verursacht. Die restlichen Verluste entstanden durch Lieferanten, Servicekräfte und organisatorische Fehler.

Aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise gehen rund zwei Drittel der in dieser Studie befragten Unternehmen davon aus, dass die Zahl der Diebstähle durch Kunden in diesem Jahr um etwa 6% und die durch Mitarbeiter um rund 3% zunehmen wird.

Zurzeit dominieren drei Arten elektronischer Sicherungen

Um diesem Trend entgegenzuwirken, setzen immer mehr Einzelhandelsunternehmen elektronische Artikelsicherungssysteme (EAS) zum Schutz ihrer Waren ein. Hierbei werden die zu sichernden Waren mit entsprechenden Sicherungselementen versehen. In der Praxis werden heutzutage drei Arten von EAS mit unterschiedlichen Funktionsprinzipien eingesetzt.

Dabei handelt es sich um akustomagnetische (AM), radiofrequente (RF) und elektromagnetische (EM) Systeme. Diese unterscheiden sich unter anderem in ihren Betriebsfrequenzen und in ihren physikalischen Wirkweisen, so dass sie unterschiedlich gut für den Einsatz auf verschiedenen Artikeln geeignet sind. Aufgrund der Vielzahl an technischen Verfahren und Systemen ist es für Einzelhandelsunternehmen oft schwierig, das für sie ideale System auszuwählen.

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