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Bei der Auswahl des optimalen Sicherungssystems und seiner Komponenten ist neben einer sicheren Detektion der Sicherungsetiketten insbesondere eine zuverlässige und dauerhafte Deaktivierung wichtig. Durch nicht deaktivierte Sicherungselemente ausgelöste Fehlalarme können das Einkaufserlebnis für den Kunden negativ beeinflussen. Es ist zudem möglich, dass sich anfangs korrekt deaktivierte Etiketten durch äußere Einflüsse wie elektromagnetische Felder oder mechanische Beanspruchungen wieder reaktivieren. Derartige Aspekte können in der Regel von Unternehmen alleine nur schwer objektiv bewertet werden.
Hierbei kann ein Forschungsinstitut wie das Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des VVL e. V. in Dortmund mit seiner langjährigen Erfahrung im Bereich der elektronischen Artikelsicherung eine helfende Hand bieten. So können in dem institutseigenen EAS-Labor (Log-ID-Lab) alle aktuellen elektronischen Artikelsicherungssysteme und deren Komponenten unabhängig und objektiv auf ihre Qualität und Effektivität getestet und bewertet werden. Hierzu werden die Systeme nach dem neuesten Stand der Technik gemäß den VDI-Richtlinien 4470 und 4471, bei deren Erstellung das IDH maßgeblich mitgearbeitet hat, geprüft.
Die Zukunft der Warensicherung gehört RFID
Der aktuelle Trend geht zur Warensicherung mithilfe von RFID-Systemen. Ein Vorteil des Einsatzes von RFID zur Artikelsicherung ergibt sich vor allem dann, wenn die Waren bereits entlang der Supply Chain auf Artikelebene mit RFID-Transpondern versehen werden, da dann der zusätzliche Aufwand der Anbringung von EAS-Etiketten entfällt und gleichzeitig eine Quellensicherung realisiert werden kann.
Um den Übergang von den bisherigen elektronische Artikelsicherungssysteme zu einer Artikelsicherung mittels RFID für die Unternehmen zu vereinfachen, wurden bereits Lösungen entwickelt, bei denen die EAS- und die RFID-Technik in einem Etikett kombiniert werden. Diese Etiketten sind dann sowohl von dem entsprechenden EAS (AM, RF oder EM) als auch von einem RFID-System detektierbar. Einige Hersteller von elektronischen Artikelsicherungssystemen bieten zudem bereits Aufrüstsätze für ihre EAS-Antennen an, um diese zu RFID-Systemen kompatibel zu machen und die Umstellung für Unternehmen finanziell zu erleichtern.
Bislang liegt einer der Vorteile der gängigen EAS-Systeme gegenüber der Artikelsicherung mittels RFID in den geringeren Kosten für die Sicherungsetiketten. Mit der Entwicklung günstigerer RFID-Etiketten sowie dem flächendeckenderen Einsatz von RFID entlang der Supply Chain ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass RFID künftig zur Warensicherung vermehrt eingesetzt wird.
Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik (VVL) e. V. und Leiter des Instituts für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des VVL in 44319 Dortmund; Dipl.-Logist. Matthias Grzib ist Projektleiter am IDH,
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