Künstliche Intelligenz
KI steuert Flurförderzeuge in Echtzeit

Von Heike Oder * 5 min Lesedauer

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Bei der Optimierung von Materialflussprozessen erhalten Lagerverantwortliche in Zukunft immer mehr Unterstützung durch künstliche Intelligenz (KI). Wie die Produktvision funktioniert und schrittweise Realität wird, hat Linde Material Handling (Linde-MH) in einem Tech-Showcase auf der Messe Logimat in Stuttgart gezeigt.

Mit einem Tech Showcase hat Linde Material Handling auf der kürzlich zu Ende gegangenen Logimat gezeigt, wie künstliche Intelligenz (KI) die Intralogistik auf eine neue Stufe hebt.(Bild:  Linde-MH)
Mit einem Tech Showcase hat Linde Material Handling auf der kürzlich zu Ende gegangenen Logimat gezeigt, wie künstliche Intelligenz (KI) die Intralogistik auf eine neue Stufe hebt.
(Bild: Linde-MH)

Entwickelt wird die Lösung auf Basis der mächtigen KI-Plattform „Omniverse“ von Nvidia, die mithilfe eines digitalen Zwillings riesige Datenmengen von Prozessen in Warenlagern in Echtzeit erfassen, verarbeiten und analysieren wird. Erst im Januar hatte der Mutterkonzern, die Kion Group, eine groß angelegte Zusammenarbeit mit dem KI-Marktführer Nvidia und den Digitalisierungsexperten von Accenture verkündet, um die industrielle Automatisierung auf ein neues Level zu heben.

Auf einer Erweiterungsfläche des Linde-MH-Messestandes war ein Szenario zu sehen, wie es für die Warenlager „von morgen“ ganz typisch sein könnte: Manuelle und automatisierte Flurförderzeuge arbeiten mithilfe innovativer KI-Technologie perfekt orchestriert zusammen. Davon profitieren vor allem Betreiber großer Flotten. Denn intelligente Hard- und Software kombiniert mit immenser Rechenleistung sorgen dafür, dass jeder Prozess im Lager transparent wird und Aufträge durch permanente Simulation schneller, sicherer und flexibler erledigt werden können. „Maschinelles Lernen und neuronale Netze werden das Lager leistungsfähiger machen. Der Warendurchsatz steigt, manuelle und automatisierte Flotten lassen sich optimieren, das Personal effizienter einsetzen. Unter dem Strich führt das zu deutlichen Kostenersparnissen für die Unternehmen“, stellt Ulrike Just, Mitglied der Geschäftsführung von Linde-MH, in Aussicht. „Als einer der Technologie- und Innovationsführer unserer Branche haben wir mit der Entwicklung von Lösungen auf Basis von KI begonnen. Damit beschreiten wir neue Wege, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden zu verbessern und ihren Materialfluss zukunftsfähig zu machen. Mit ersten großen Kunden planen wir Pilotprojekte, denn für diese werden sich die damit verbundenen Investitionen besonders rechnen.“