Logimat 2025 Logimat Best Product Gewinner

Quelle: Pressemitteilung von Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH 3 min Lesedauer

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Der begehrte „Logimat Best Product”-Award geht dieses Jahr an drei Neuentwicklungen für mehr Effizienz, Automatisierung und Prozessoptimierung in der Intralogistik. Alle drei kommen aus dem deutschsprachigen Raum.

(Bild:  Logimat)
(Bild: Logimat)

Aus über 120 Bewerbungen wählte die Jury in diesem Jahr drei Produkte ausgewählt, die in besonderem Maße die Wettbewerbsbedingungen erfüllen. Die Entscheidung wurde im Rahmen der Messeeröffnung bekanntgegeben, wobei Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner, Ordinarius für Fördertechnik, Materialfluss und Logistik an der Technischen Universität München, die Laudatio hielt.

Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner (l.) und Logimat-Messechef Michael Ruchty bei der Preisverleihung.(Bild:  BWM)
Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner (l.) und Logimat-Messechef Michael Ruchty bei der Preisverleihung.
(Bild: BWM)

Preise in drei Kategorien vergeben

Gewinner der Kategorie „Kommissionier-, Förder-, Hebe-, Lagertechnik

Das innovative Aerobot-System feiert auf der Logimat 2025 seine Premiere. Dieses flexibel skalierbare Systemdesign für robotergestützte Kompaktlagerung stellt eine neue Generation von Lagerrobotern dar, die das Angebot des Technologieunternehmens im Bereich automatisierter Lagersysteme ergänzt. Einzigartig ist die Friction Drive-Technologie, die es den autonomen mobilen Robotern (AMR) ermöglicht, sich dreidimensional zu bewegen – ein Novum in der Branche.

Der Aerobot, ein innovativer Lagerroboter mit Friction Drive-Technologie, ermöglicht dreidimensionale Bewegungen und bietet höchste Flexibilität und Skalierbarkeit in der robotergestützten Kompaktlagerung.(Bild:  www.bnlichtbilder.com)
Der Aerobot, ein innovativer Lagerroboter mit Friction Drive-Technologie, ermöglicht dreidimensionale Bewegungen und bietet höchste Flexibilität und Skalierbarkeit in der robotergestützten Kompaktlagerung.
(Bild: www.bnlichtbilder.com)

Zudem erfüllt die Neuentwicklung damit in besonderer Weise die aktuellen Marktanforderungen nach hoher Flexibilität und Skalierbarkeit im Lagerdesign. Die Aerobots bewegen sich unter dem Regalsystem sowie vertikal entlang der Regale bis zum vorgegebenen Stellplatz. Dort übernimmt ein kleiner Bot Satellit, der sich direkt auf dem Aerobot befindet, das Ein- und Auslagern der bis zu vierfach tief gelagerten Systembehälter, den sogenannten Aeroboxen, mit einem Gewicht von bis zu 35 Kilogramm. Weiteres Plus: Mit den Systembehältern können die Aerobots unterschiedliche Ladehilfsmittel aufnehmen. Dadurch lassen sich unterschiedlichste Warengruppen zusammen in einem System lagern. Das Kompaktlager ermöglicht eine Bauhöhe von bis zu 12 Metern mit unterschiedlichen Regalhöhen in einem System und bietet höchstmögliche Lagerdichte. Prozesssteuerung und die Orchestrierung der Aerobots und Satbots sowie die Integration der mechanischen Komponenten in überlagernde Softwaresysteme übernimmt die Knapp-Software Kisoft.

Gewinner der Kategorie „Identifikation, Verpackungs- und Verladetechnik, Ladungssicherung“

Die vierte Generation der Rain RFID Reader von Kathrein Solutions zeichnet sich durch zahlreiche Innovationen aus, die neue logistische Anwendungen ermöglichen. Diese Reader-Generation bietet zwei Varianten: Die Antenna Reader Unit (ARU) und die Reader Unit (RRU).

Der Kathrein Rain RFID Reader der vierten Generation ermöglicht zuverlässige Datenerfassung in komplexen Umgebungen und trägt zu niedrigeren Betriebskosten und mehr Nachhaltigkeit bei.(Bild:  Kathrein)
Der Kathrein Rain RFID Reader der vierten Generation ermöglicht zuverlässige Datenerfassung in komplexen Umgebungen und trägt zu niedrigeren Betriebskosten und mehr Nachhaltigkeit bei.
(Bild: Kathrein)

Die integrierte Antenne im ARU Gen-4 ist ein zirkular polarisiertes „Phased-array“-Antennensystem, das drei skalierbare Antennenbeams aufweist. Zwei dieser Beams sind breit und nach links und rechts ausgerichtet, das dritte Beam ist schmal und geradeaus ausgerichtet. Mit dieser Technologie können Daten auch in komplexen Umgebungen zuverlässig erfasst werden. Auf einem Gabelstapler positioniert, kann das Gerät alle Transponder auf einer Palette sicher und gezielt auslesen. Auf diese Weise kann etwa eine Echtzeit-Inventur der auf einer Palette angebrachten Transponder noch während der Bewegung erfolgen – und über die integrierten Wireless-Konnektivitäten (WLAN und/oder 5G) des Kathrein Gen-4 Readers an das ERP-System gemeldet werden. Wenn Gabelstapler einen Lkw mit Paletten be- oder entladen oder Paletten ihre Position im Lager wechseln, werden die mit RFID-getaggten Produkte automatisch gelesen und ihre Bewegung registriert. Mit der Echtzeitvernetzung entfallen zeit- und kostenintensive Erfassungsprozesse. Auch die zusätzliche Erfassung von Transpondern durch RFID-Gates ist nicht mehr erforderlich. Überdies wurde die Leistungsaufnahme um 40 Prozent reduziert und der Footprint an Rohstoffen um 50 Prozent gesenkt. Damit verursachen die Gen-4 Reader nicht nur niedrigere Betriebskosten, sondern unterstützen auch den Nachhaltigkeitsgedanken.

Gewinner der Kategorie „Software, Kommunikation, IT“

Automatisierung und Prozessoptimierung prägen das Lösungsangebot der PSI-WMS AI. Diese KI-Lösung analysiert stündlich tausende von Lagerbetriebsszenarien und gibt gezielte Optimierungsempfehlungen. Grundlage ist ein digitaler Zwilling des realen Lagers, der Daten generiert, die für das Training von Machine-Learning-Modellen (Algorithmen) verwendet werden. Dieses virtuelle Testlager ist mit dem WMS verbunden und repräsentiert das reale Lager, indem es alle relevanten Prozesse und Merkmale widerspiegelt. In einem Referenzprojekt hat die Plattform die relevanten Prozesse eines Distributionszentrums mit 750.000 Lagerplätzen und mehr als 700 Mitarbeitern analysiert. Infolge konnten die Prozesse derart optimiert werden, dass die Kommissionierwege um etwa 31 Prozent verkürzt und die Effizienz des gesamten Kommissionierprozesses um etwa 23 Prozent gesteigert werden. Die KI-Plattform wird über eine Schnittstelle direkt mit dem Warehouse Management System PSI-WMS verbunden. Dadurch werden Änderungen im physischen Lager automatisch und in Echtzeit in einen digitalen Zwilling übernommen und bei der Analyse berücksichtigt. Als Alleinstellungsmerkmal werden auch Änderungen im WMS-Prozess oder eine Neukonfiguration des Systems automatisch in der KI-Plattform einbezogen.

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