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Fehlersuche wie zu Zeiten der Schütztechnik
ABUControl ermöglicht eine weitgehend transparente Analyse von Schaltkreisen und Leitungspfaden. Bewährte ABUS-Bauteile wie Hängetaster, Kreuzhebelschalter oder Reflexionslichtschranken werden an genau festgelegten Punkten mit der intelligenten Kransteuerung verbunden. Genutzt wird hierzu beispielsweise ein Feldbuskoppler, der die Schalt-Eingangssignale in Bus-Datenpakete umwandelt. Kontroll-LEDs am Gerät zeigen dabei den Schaltzustand an und ermöglichen so eine Aussage über den Zustand der jeweiligen Komponente. Entlang der Schaltpfade sind Messungen mit herkömmlichen Multimetern möglich.
KranOS ermöglicht Einblick in digitale Schaltvorgänge
Auch innerhalb der ABUControl-Steuerung ist der Schaltweg weiter nachvollziehbar. Hier ermöglicht die grafische Benutzeroberfläche ABUS KranOS weitreichende Diagnosemöglichkeiten. Auf KranOS kann per Tablet oder Laptop mittels Browser zugegriffen werden. Durch den drahtlosen Zugriff per WLAN ist dies sogar vom Boden aus möglich und erspart möglicherweise den Einsatz von Höhenzugangstechnik zur Kransteuerung und reduziert so die Unfallgefahr in großer Höhe.
In KranOS werden in verschiedenen Menüs, übersichtlich nach Kranfunktion gegliedert, die Schaltzustände von Eingangsklemmen und die daraus resultierenden Kranfunktionen angezeigt. Im übersichtlichen Protokoll werden Statuscodes und Hinweise im Klartext angezeigt, die Ort und Ursache eines Problems eingrenzen und so eine noch schnellere Lokalisation von Problemen ermöglichen.
Gehäuse und Steckverbindungen für „Plug-and-play“
Kommt es zum Austausch einer Komponente, sollte dieser auch mechanisch so schnell wie möglich zu erledigen sein. Seit Jahrzehnten schätzen Kranmonteure daher die Steckbarkeit der elektrischen Komponenten von ABUS-Kranen. Auch im Zeitalter von ABUControl haben die Entwickler diesen Ansatz fortgeführt. Nahezu alle Baugruppen werden über steckbare Klemmleisten konfektioniert und sind so blitzschnell zu trennen. Im weiteren Leitungsverlauf ist das ABUS-Flanschgehäuse der Schlüssel zur schraubfreien Leitungsführung. Die Kunststoffboxen sind seitlich am Stahlblechgehäuse der Steuerung montiert. Sie bieten unterschiedlichste Möglichkeiten der spritzwassergeschützten Kabeldurchführung von innen nach außen und übernehmen auch die Haltung von Anschlussleitungen unterschiedlichster Querschnitte. Das Gehäuse selber wird werkzeugfrei mit Klickverschlüssen geöffnet und verschlossen. Selbst bei Nachrüstungen ist so das Verlegen von Leitungen in die oder aus der Steuerung schnell und einfach zu bewerkstelligen.
Gesamtpaket setzt auf bewährte Technik
Die ABUS-Entwickler haben bei ABUControl bewusst darauf geachtet, moderne Anforderungen an Kranelektronik mit bewährter Technologie zu einem servicefreundlichen Gesamtpaket zu kombinieren. Neben den etablierten Eigenentwicklungen, wie Hängetaster und Kreuzhebelschalter, die an Zehntausenden Kranen zuverlässig ihren Dienst tun, baut ABUS auch auf die Erfahrung anderer Industriezweige. Die im Kranbau noch verhältnismäßig junge Bustechnik beispielsweise ist ebenfalls seit Jahrzehnten etabliert und trat bereits Anfang der 80er-Jahre im Automobilbereich ihren Siegeszug an. Die oberbergischen Kranbauer arbeiten daher mit Spezialisten aus den verschiedenen Bereichen der Steuerungs- und Automatisierungstechnik zusammen und haben mit deren Know-how gemeinsam eine Kransteuerung entwickelt, die modernen Anforderungen gerecht wird und neue Maßstäbe setzt. ■
* Alexander Kalcher ist technischer Redakteur bei der Abus Kransysteme GmbH in 51647 Gummersbach, Tel. (0 22 61) 37-0, info@abus-kransysteme.de
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