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Kransteuerung Krane servicefreundlich steuern trotz Bustechnik?

| Autor / Redakteur: Alexander Kalcher / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Moderne Features eines Laufkrans, etwa eine Pendeldämpfung oder per Tablet einstellbare Parameter, lassen sich nur durch busgestützte Steuer- und Regelungstechnik wie mit der ABUControl realisieren. Im Servicefall stellt sich Instandhaltern oder Servicetechnikern schnell die Frage der Beherrschbarkeit der Mikroelektronik.

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Steckbare Verbindungen ermöglichen einen schnellen Austausch im Servicefall. Die Leitungen werden durch das Flanschgehäuse abgedichtet und zugentlastet. Im Inneren kommen die Steckverbindungen direkt auf die entsprechenden Klemmleisten.
Steckbare Verbindungen ermöglichen einen schnellen Austausch im Servicefall. Die Leitungen werden durch das Flanschgehäuse abgedichtet und zugentlastet. Im Inneren kommen die Steckverbindungen direkt auf die entsprechenden Klemmleisten.
(Bild: Abus)

Vor allem erfahrene und langjährige Servicetechniker bedauern nicht selten den Einzug von Industrieelektronik im Laufkranbereich. Ihre Bedenken sind dabei zunächst auch nachvollziehbar: Schließlich ist ihnen die traditionelle Fehlersuche bei einer verbindungsprogrammierten Steuerung mit Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung seit Jahrzehnten geläufig. Mit Schaltplan und Multimeter ausgerüstet, war es ihnen möglich, defekte Komponenten ausfindig zu machen und einzeln zu tauschen. War so etwa ein Schütz als Störungsursache ermittelt und gewechselt, konnte der Kran innerhalb kürzester Zeit wieder produktiv genutzt werden.

Reparaturen bei integrierten Platinen eingeschränkt

Kommen hingegen komplexe Platinen, ICs und Prozessoren ins Spiel, sieht die Welt anders aus, so die Befürchtung. Und tatsächlich bietet eine hoch integrierte Kransteuerung, bei der schlimmstenfalls sämtliche Steuerungsabläufe auf einer einzelnen, allumfassenden Leiterplatte ablaufen, wenig Chancen für eine schnelle, individuelle, fehlerorientierte und kostenoptimierte Reparatur.

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Dennoch ist auch in der Krantechnik der Einzug von Industrieelektronik nicht aufzuhalten. Denn nur sie ermöglicht die Messung von Ist-Größen, als Beispiel sei die Hubgeschwindigkeit genannt, und bietet darauf basierende Regelung, wie etwa den Gleichlauf mehrerer Hubwerke.

Störungsbezogene Reparatur dank modularer Industrieelektronik

Dabei schließen sich Wartungsfreundlichkeit und moderne Steuerungstechnologien nicht gegenseitig aus. Den Krantechnikern vor Ort weitreichende Möglichkeiten zu bieten, war daher eines der wichtigsten Credos bei der Entwicklung von ABUControl. Die neue Steuerungsgeneration des oberbergischen Kranherstellers ABUS Kransysteme vereint moderne Industrieanforderungen und robuste, ausfallsichere und langlebige Kranelektrik. Sollte es trotz hoher Zuverlässigkeit zu einem Servicefall kommen, sollte schon der Techniker vor Ort – sei es ein Servicefachmann des Kunden oder ein Spezialist des ABUS-DirektService – umfangreiche Diagnose- und Reparaturmöglichkeiten erhalten.

Der Hauptaspekt dabei sind modulare Standardbauteile. ABUControl setzt auf bewährte, am Markt erhältliche Baugruppen von namhaften Elektronikherstellern. So blickt der Monteur nicht auf eine einzelne, allumfassende Platine, sondern auf übersichtlich angeordnete Komponenten mit erkennbaren Funktionen. Dies sind beispielsweise die zentrale speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), Frequenzumrichter für alle drei Kranachsen, ein oder mehrere LED-Matrix-Displays und Feldbuskoppler. So kann eine defekte Komponente zielgerichtet gewechselt werden. Softwareseitig unterstützt ABUControl den Monteur dabei bestmöglich. Registriert die Steuerung beim Wiedereinschalten den Austausch eines Bauteils, wird zunächst die automatische Vergabe der Busadresse angestoßen. Eine manuelle Vergabe der Adresse im Busnetzwerk ist somit nicht nötig, kann aber bei Bedarf dennoch nachträglich verändert werden. Auch um die Parametrierung müssen sich Krantechniker vor Ort in der Regel nicht kümmern. Wurde beispielsweise ein Frequenzumrichter getauscht, kopiert ABUControl die Konfiguration und Software automatisch auf das Gerät. Wurde das Herzstück der Kranelektrik, die SPS selber, getauscht, wird lediglich die SD-Karte mit den darauf enthaltenen Konfigurationsdateien aus der demontierten Baugruppe entfernt und in die neue eingesteckt.

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