Lagerautomatisierung Libiao nimmt erstes Airrob-System in Europa in Betrieb

Von Louise Steinebach 2 min Lesedauer

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Der chinesische Roboterhersteller Libiao Robotics hat sein erstes Airrob-Lagersystem in Europa in Betrieb genommen. Das Robotik-System läuft für den Logistikdienstleister Geis Group im tschechischen Ostrava und soll auch schmale Lagergänge automatisieren.

Die Roboter sollen künftig  auch in bestehenden Lagern ohne größere Umbauten eingesetzt werden können.(Bild:  Martin Pinkas)
Die Roboter sollen künftig auch in bestehenden Lagern ohne größere Umbauten eingesetzt werden können.
(Bild: Martin Pinkas)

Das erste automatisierte Airrob-Lagerhaltungssystem in Europa ist im CT-Park Ostrava-Poruba in Tschechien in Betrieb gegangen. Das von Libiao Robotics entwickelte und gefertigte System wurde von seinem lokalen Partner Sluno auf dem Gelände des Logistikdienstleisters Geis Group implementiert. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Bad Neustadt ist in 14 Ländern aktiv und biete Transport- und Logistiklösungen.

Das Airrob-System setzt Kommissionierroboter und Bodenroboter ein, um Waren zu Arbeitsstationen zu transportieren. Nach Herstellerangaben soll es Lagerdichte und Durchsatz steigern sowie Arbeits- und Energiekosten senken.

Pilotprojekt gestartet

Sluno hatte das System zunächst als POC (Proof of Concept) installiert. Nach erfolgreichem Test ging es in den Regelbetrieb über. Der CT-Park Ostrava-Poruba liegt im Osten Tschechiens an der D1, einer bedeutenden europäischen Nord-Süd-Verkehrsachse. In dieser Region ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften weniger problematisch als in anderen Teilen Europas. Dennoch zeigte der POC, dass Geschwindigkeit und Genauigkeit im Fulfillment sowie eine hohe Lagerverdichtung in bestimmten Fällen ebenso wichtig sind wie der Arbeitsmarkt, um Investitionen in Lagerautomatisierung zu rechtfertigen.

Mit Airrob stellt Sluno für Geis eine automatisierte Behälterlagerung bereit, ebenso wie vertikale Bewegungen an Standardregalanlagen mit Handling in schmalen Gängen.

Das Airrob-System kombiniert regalkletternde Roboter mit einer Flotte von Bodenrobotern für den automatisierten Warentransport.(Bild:  Martin Pinkas)
Das Airrob-System kombiniert regalkletternde Roboter mit einer Flotte von Bodenrobotern für den automatisierten Warentransport.
(Bild: Martin Pinkas)

Das System kann nach Herstellerangaben Hunderte Positionen pro Stunde kommissionieren. Das überzeugte Pavel Křížek, Director of Logistics bei Geis, während eines ersten Tests in einer nahegelegenen Anlage in Skladon: „Wir wissen, dass die Kapazität von Logistikflächen nicht unbegrenzt ist. Deshalb haben wir eine Lösung gesucht, die auch in schmalen Gängen unabhängig arbeiten und gleichzeitig Regale bis zu acht Metern Höhe bedienen kann. So können wir einen Teil der Kapazität unserer Lagerflächen freisetzen und müssen nicht sofort zusätzliche Gebäude errichten.“

Petra Tylová, Direktorin der Division Distribution und Logistik bei Sluno, ergänzte: „Wir sehen täglich, dass Unternehmen mit zunehmendem Wachstum an die Grenzen ihrer Lagerkapazitäten stoßen. Und nicht jeder verfügt über zusätzliche Flächen oder Millionen für neue Hallen. Mit Airrob können wir die Logistik in bestehenden Räumen optimieren, indem wir die Kapazität in der Breite und in der Höhe erhöhen, den gesamten Raum bis unter die Decke nutzen und die Gänge gleichzeitig auf das notwendige Minimum verengen“, so Tylová.

Installation in bestehende Lager

Airrob kombiniert regalkletternde Roboter mit Bodenrobotern. Die Installation zwischen vorhandenen Regalen erfordert dabei nur minimale Anpassungen der Infrastruktur. Laut Unternehmensangaben eignet sich das System für die Nachrüstung bestehender Lager. Die Installation unterbricht laufende Prozesse nur minimal, die Inbetriebnahme erfolgt zügig.

Zur Installation in Ostrava sagte Ronan Shen, Global Head of Sales bei Libiao: „Dieses Projekt in Tschechien zeigt, dass Kunden angesichts von Arbeitskräftemangel und steigenden Lagerkosten pro Quadratmeter Wege suchen, ihre bestehende Lagerfläche bei wettbewerbsfähigem Investitionsniveau zu optimieren – und das innerhalb des vorhandenen Lagerbereichs.“

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