Logistikstudie Logistikberufe sind belastender, als viele denken

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Die aktuelle Trendstudie „The State of the Frontline Workforce“ besagt, dass 87 Prozent der Mitarbeitenden in der Logistik unter Burnout-Symptomen leiden. Von den rund 1.800 befragten Angestellten aus deutschen Dienstleistungsbranchen sind etwa 650 Logistiker.

Arbeitsplätze in der Logistik sind belastender, als viele denken: In einer Studie geben 87 Prozent der Beschäftigten an, dass sie unter Burnout-Symptomen leiden.(Bild:  Pexels/Tiger Lily)
Arbeitsplätze in der Logistik sind belastender, als viele denken: In einer Studie geben 87 Prozent der Beschäftigten an, dass sie unter Burnout-Symptomen leiden.
(Bild: Pexels/Tiger Lily)

Die 2005 gegründete schwedische All-in-One-Plattform Quinyx hat sich zum Ziel gesetzt, Millionen von Menschen das Arbeitsleben zu erleichtern. In diesem Zusammenhang hat der Anbieter von KI-gestütztem Workforce Management jetzt, von Februar bis April 2024, seine inzwischen fünfte Studie durchgeführt, die dieses Mal Fragen zu den Erwartungen und der Gefühlslage der sogenannten „Frontline Workers“, deren Gesundheit und ihrem Umgang mit Zukunftstechnologien gestellt hat. Obwohl der Großteil der Logistik-Mitarbeitenden in Deutschland zufrieden mit der derzeitigen Tätigkeit ist (71 Prozent), haben sie offensichtlich das Gefühl, dass ihre Bedürfnisse woanders besser erfüllt werden könnten. Denn 61 Prozent der Befragten haben im Befragungszeitraum darüber nachgedacht zu kündigen. Das ist eine Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zu 2023 beziehungsweise 21 Prozent im Vergleich zu 2022. 83 Prozent sind der Meinung, dass sie aufgrund ihrer Fähigkeiten schnell eine neue Position finden würden.

Ohne Moos nix los

Der Topgrund, eine neue Stelle anzutreten, ist der Wunsch nach mehr Gehalt, der 48 Prozent der Befragten umtreibt. Erst danach kommen Themen wie mangelnde Wertschätzung und Weiterentwicklungsmöglichkeiten (beide 33 Prozent) und die fehlende Work-Life-Balance (25 Prozent) ins Spiel. Kritisch: Personen, die arbeitsbedingsten Stress erleben (76 Prozent), nennen als Hauptgrund dafür ihr nicht ausreichendes Einkommen für ihren Lebensunterhalt.

Operative Mitarbeiter sehen den Wert der Digitalisierung und der Flexibilität, werden von ihren Unternehmen jedoch häufig ausgebremst.

Erik Fjellborg, Gründer und CEO von Quinyx

Die Befragung habe nämlich ergeben, so Quinyx, dass über die Hälfte Technologien wie KI, QR-Codes, Selbstbedienungsterminals oder Roboter ihre Arbeit künftig durchaus positiv beeinflussen würden. 65 Prozent der Befragten glaubt an eine bessere Qualität ihrer Arbeit durch diese Techniken, 56 Prozent geben an, dass sie damit effektiver arbeiten könnten. Und nur 11 Prozent stünden neuen Technologien negativ gegenüber.

Quinyx-CEO Fjellborg: „In Zeiten des Arbeitskräftemangels können Unternehmen es sich jedoch nicht leisten, die Wünsche ihrer Mitarbeitenden zu ignorieren. Das zeigen auch unsere Zahlen zum Kündigungswunsch und der fehlenden Wertschätzung. Es ist daher an der Zeit, auf die Bedürfnisse der operativen Mitarbeitenden einzugehen und sie zu fördern – das zahlt sich nicht nur in puncto Produktivität aus, sondern auch bei der Loyalität dem Unternehmen gegenüber.“ (bm)

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