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Aus einem grünen Punkt auf den Monitoren des Flottenmanagers wird dann ein roter und der Dienstleister rückt aus – meistens mit dem öffentlichen Personennahverkehr, dem im Zweifel muss der Wagen repariert oder aufwendig gereinigt werden. Arabatjis und sein Team arbeiten mit mehreren Waschanlagen in München zusammen und verfügen auch über eigene Standorte.
Logistik-Dienstleister müssen beim Carsharing schnell sein
Der Anspruch: Innerhalb von einer Stunde muss der Mini wieder rollen. Denn an den Hotspots sind die Fahrzeuge schnell vergriffen. „Biergärten sind im Sommer als Abstellort sehr beliebt“, weiß Arabatjis, der die Wagen dann wieder zu den gefragten Locations zurückchauffiert. Auch das Oktoberfest ist eine logistische Herausforderung für den Dienstleister, denn nicht immer können sich die angeheiterten Fahrgäste benehmen. Auch in diesen Fällen reicht eine kleine Reinigung nicht mehr.
Im Rahmen dieser saugen die Fachkräfte das Wageninnere aus, putzen die Scheiben und reinigen das Armaturenbrett. Vorher überprüfen die Autoexperten jedoch das Fahrzeug auf Beschädigungen. „Da, ein Kratzer“, ruft Arabatjis. Tatsächlich, unter der feinen Staubschicht ist eine winzige Macke im schwarzen Lack zu sehen.
Gute Augen braucht man also für den Job auch. Der Service-Mann notiert sich den Schaden. Er wird ihn später melden. Zur Beweissicherung fotografiert er mit seinem Blackberry die Motorhaube ab und hängt das Foto an den Bericht.
Neue Prozesse und Logistiknetzwerke für den wachsenden Carsharing-Markt gefragt
Im Frühsommer soll es ein Handheld für die Außendienstmitarbeiter geben, das die Reinigungs- und Kontrollprozesse erleichtern soll. Für eine kleine Reinigung und die Kontrolle brauchen die Arwe-Mitarbeiter rund 10 Minuten. Mit dem Handheld könnte es noch schneller werden. „Mit dem Gewinn der Ausschreibung haben wir auch unsere IT-Prozesse an das neue Geschäftsmodell angepasst“, erklärt Manager Engelmaier. Er gibt aber auch zu, dass in dem Bereich noch Nachholbedarf besteht. Man entwickle das System für die Dispositions- und Logistikprozesse ständig weiter.
In die IT- und Dispositionsprozesse gewährt Arwe jedoch niemandem Einblick, denn die Konkurrenz am Markt nimmt zu. Als bei BMW und dem Mietwagenanbieter Sixt die Idee für Drive-Now reifte, überzeugte der Dienstleister auch mit seiner Erfahrung und Prozessqualität. Diesen Vorteil will man nicht aufs Spiel setzen, denn der Carsharing-Markt wird nach Überzeugung von Arwe weiter wachsen und man will daran mitverdienen.
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