Digitaler Frachtbrief Logistikkongress ist Meilenstein für die Open Logistics Foundation

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Der digitale Frachtbrief („eCMR“) der Open Logistics Foundation, die ihre Gründung bereits auf dem Deutschen Logistikkongress 2021 bekanntgegeben hatte, ist auf dem besten Weg, sich zum europäischen Standard auf Open-Source-Basis zu entwickeln. Den Proof of Concept lieferten die Sprecher der Community auf einer Pressekonferenz anlässlich des 40. Deutschen Logistikkongresses (DLK) in Berlin.

Andreas Nettsträter, CEO der Open Logistics Foundation: „Der Deutsche Logistikkongress bildet einen Meilenstein für die Open Logistics Foundation.“(Bild:  Juergen Frank)
Andreas Nettsträter, CEO der Open Logistics Foundation: „Der Deutsche Logistikkongress bildet einen Meilenstein für die Open Logistics Foundation.“
(Bild: Juergen Frank)

Die drei Stiftungsgründer der Open Logistics Foundation, Dachser, Rhenus und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), haben mit weiteren Mitgliedern in einer europäischen Working Group einen branchenweiten „eCMR-Standard“ auf Open-Source- und Blockchain-Basis entwickelt. „eCMR“? Die drei Großbuchstaben stehen für das französische „Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route“ – ein Abkommen, das Rechte und Pflichten der Vertragsparteien im internationalen Straßengüterverkehr regelt. Und dieses standardisierte Beförderungsdokument ist jetzt um eine elektronische Version reicher.

Wenn Mitbewerber wie Rhenus und Dachser über die gleiche Open Source-Plattform mittels ,eCMR‘ interagieren, dann wird dieser Standard definitiv branchenweite Akzeptanz finden.

Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-IML

Beide Logistikdienstleister hatten die neue „eCMR“-Plattform auf einer realen Transportroute ab Berlin getestet und die Dokumente automatisiert verarbeitet. Was 2020 im Fraunhofer-IML mit dem vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projekt „Silicon Economy“ begonnen hat, werde nun durch die Open Logistics Foundation in die Praxis überführt, erklärt ten Hompel.

Community-Gedanke im Vordergrund

Andreas Nettsträter, CEO der Open Logistics Foundation, ordnet die momentane Situation wie folgt ein: „Der Deutsche Logistikkongress 2023 bildet einen Meilenstein für die Open Logistics Foundation. Nachdem wir auf dem DLK 2021 unsere Gründung kommunizierten und auf dem DLK 2022 für mehr Zusammenarbeit in der Branche warben, können wir 2023 behaupten, dass unsere Idee funktioniert hat.“ Direkte Wettbewerber hätten sich an einen Tisch gesetzt und Open-Source-Lösungen auf Commodity-Ebene entwickelt, die auch für Nichtmitglieder offen verfügbar seien. „Der ,eCMR‘ ist das beste Beispiel hierfür. Genau dieser Community-Ansatz ist wichtig für die breite Akzeptanz neuer Technologien in der Logistikbranche.“ (bm)

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