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Datenqualität

Materialstammdaten weisen hohe Fehlerquote auf

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„Eine kontinuierliche Pflege der Stammdaten ist unentbehrlich, um brachliegende Einsparpotenziale auszuschöpfen“, betont er. Sparpotenziale ergeben sich etwa daraus, dass Gleichteile, die bislang unter einer etwas anderen Bezeichnung im System geführt wurden, jetzt endlich gefunden und zusammengeführt werden können. Außerdem lassen sich im Bereich Materialbeschaffung und E-Procurement größere Einkaufsmengen besser verhandeln.

Auch Karl-Heinz Diekmann von der Mainzer Beratungsgesellschaft Gicom Quality Management sieht dringenden Handlungsbedarf. „Dieses Thema ist viel zu lange stiefmütterlich behandelt worden“, urteilt der Consultant und sieht die heutigen Probleme im Zusammenhang mit den technischen Infrastruktur-Veränderungen der letzten Jahre.

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„Die vermehrte Einführung von Standardsoftware in den Unternehmen hat zwar zu guten Prozesslösungen geführt, häufig allerdings auf Kosten der Stammdaten“, beschreibt er die negativen Effekte. Dies sei vielfach unberücksichtigt geblieben.

Viele Unternehmen wollen ihre Stammdaten-Qualität steigern

Allerdings findet offenbar langsam ein Umdenken statt, denn in den kommenden zwei Jahren will eine große Zahl Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Qualität in den Materialstammdaten ergreifen. Für 19% steht dies in jedem Fall fest, weitere 23% wollen sich diesem Thema „voraussichtlich“ gezielter als bisher widmen.

„Eine zentrale Bedeutung wird dabei die Ausrichtung auf Softwarelösungen sein, die eine automatisierte Datenpflege unterstützen“, erwartet der Omikron-Geschäftsführer Kraus. „Klar definierte Prozesse und Verantwortlichkeiten sind die eine Seite, daneben muss es aber eine operative Unterstützung für eine automatisierte und Fehler minimierende Realisierung geben.“

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