Shuttle-Systeme mit OSR-Technik Maximale Kommissionierleistung trotz hoher Produktdichte

Redakteur: Volker Unruh

Moderne Shuttle-Systeme mit OSR-Technologie in Verbindung mit schnellen Kommissionierstationen sind die logische Weiterentwicklung herkömmlicher Ware-zum-Mann-Systeme. Sie wurden entwickelt, um bei der hohen Produktdichte großer Sortimente maximale Kommissionierleistungen zu erzielen. Durch die intelligente Steuerung, so die Aussage der Knapp AG aus Hart bei Graz, ist eine fehlerfreie Auftragszusammenstellung von bis zu 1000 Auftragspositionen je Mannstunde möglich.

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Pick-to-Light fördert fehlerfreies Kommisionieren

Dem Hochleistungskommissionierplatz werden über ein Roller-Drive-System Lagerbehälter aus dem OSR(Order Storage and Retrieval)- oder Speeder-System zugeführt und automatisch in die Entnahmebuchten ausgesteuert, beschreibt Knapp die logistischen Abläufe. Der Bediener wird beim Kommissioniervorgang durch eine visuelle Führung unterstützt: Pick-to-Light zeigt die Anzahl der zu entnehmenden Artikel an, und Put-to-Light markiert den Zielbehälter. Zusätzlich zeigt die Behälterbeleuchtung die gesamte Entnahmeposition an und sorgt dadurch für besonders ergonomisches und fehlerfreies Arbeiten.

Alle Vorgänge stets im Blickfeld

Die schmale Bauweise der Station ermöglicht dem Kommissionierer, alle Tätigkeiten aus seiner normalen Position heraus, also ohne Drehbewegungen um die eigene Körperachse, auszuführen. Der Touchscreen-Monitor in der Mitte des Arbeitsplatzes sorgt für eine gerade Kopfhaltung und eine bequeme Ausrichtung des Sehwinkels des Kommissionierers. Da sich alle Anzeigen nach ergonomischen Gesichtspunkten innerhalb seines normalen Gesichtsfeldes befinden, hat der Kommissionierer alle Vorgänge stets im Blickfeld.

Die OSR-Shuttle-Technik bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten der OSR Shuttle-Technologie sind vielfältig. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Order Storage and Retrieval Dispatch Sorter (OSR-DS), das neue Versandsystem von Knapp. Entsprechend der Notwendigkeit, den Versandbereich immer flexibler zu gestalten, ermöglicht das OSR-DS hohe Sortierleistungen bei wesentlich vergrößerten Kapazitäten. So kann das OSR-DS bei einer Kapazität von 5000 Behältern und mehr bis zu 3000 Behälter pro Stunde sortieren. Das erste modulare Versandsystem ist bereits beim spanischen Pharma-Großhändler Cofex im Einsatz.

Visuelle Führung des Beladevorgangs minimiert die Fehlerrate

In dem zum Patent angemeldeten System werden fertig kommissionierte Auftragsbehälter über einen Versandkreisel zu einzelnen Modulen befördert, in denen die Behälter in die Kanäle von Durchlaufregalen gebracht werden. Um kurzzeitige Spitzen zu kompensieren, sind die Module und Sortierkreisel durch Pufferstrecken entkoppelt. Je nach Prozessanforderungen werden Kanaltiefe und Kanalzahl so bestimmt, dass ganze Touren in der geforderten Zahl im System Platz finden.

Jedem Kundenauftrag sind ein oder mehrere Kanäle zugeordnet, die Behälter einer Tour liegen benachbart in Modulen. Die Kanäle werden so gewählt, dass der Fahrer sein Fahrzeug effizient in Tourenreihenfolge beladen kann.

Die visuelle Führung des Beladevorgangs durch Großbildschirmanzeigen minimiert die Fehlerrate. Ein entscheidender Vorteil, heißt es, liegt auch in der Zugänglichkeit des Versandbereichs: Im Gegensatz zu konventionellen Rampenversandsortern ist das dahinterliegende Lager barrierefrei zugänglich. Großvolumenprodukte können wegoptimiert der Tour hinzugefügt werden.

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